Mittwoch, 30. August 2017

Sommergoth-Outfit, solange die Sonne noch scheint

Meine lieben alternativen Menschen!

Bevor der Sommer sich entgültig verabschiedet, habe ich heute ein kleines Sommergoth-Alltagsoutfit für euch. In dezentem schwarz gehalten, mit ein wenig Vintage-Vibe, wen überrascht es.




Ich trage ein hochgeschlossenes Blusenhemd mit kleinen Puffärmeln (was eigentlich ein Kleid ist), dazu habe ich einen leichten Faltenrock aus dem Second Hand kombiniert (einfach über das Kleid gezogen). Schlichte Ballerinas passen zu quasi jedem Outfit und ergänzen sich hier sehr gut mit der femininen Hemdbluse und dem Rock. Gegen den Wind einen langen schwarzen und schlicht geschnittenen Cardigan und nicht zu vergessen: die Sonnenbrille - und die Basis steht.



Für ein wenig Farbe habe ich mich heute ausnahmsweise doch entschieden: die weinrote Lederhandtasche, die ich - wie sollte es auch anders sein - für kleines Geld gebraucht gekauft habe (wie ich es mit den allermeisten meiner Produkte aus Leder halte). Und, der ein oder andere aufmerksame Beobachter wird es schon bemerkt haben, zur Handtasche habe ich den passenden Lippenstift gewählt.

Vielen Dank, Wind, für den Marilyneffekt!


Die Kombination aus Hemdbluse(nkleid) und Faltenrock ergeben zusammen mit der Handtasche, dem Lippenstift und dem Rock einen Hauch von Vintage -  der schlichte lange Cardigan und die rund geformte Sonnenbrille verleihen dem Outfit (neben der schwarzen Farbe der Kleidung natürlich) einen NuGoth-Touch. 

Das war auch schon mein kleines ootd. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren.
Bis ganz Bald, meine Lieben. Cheerio and stay different!

"Zurechtzupf"

Eure





Mittwoch, 23. August 2017

On the other side, I'll see you again - R.I.P. Felix Flaucher

Meine lieben alternativen Menschen.

Traurige Nachrichten erreichen mich heute morgen über den Social Media Feed: Der Mastermind von Silke Bischoff, später 18 Summers - Felix Flaucher - ist nun an den Folgen einer Erkrankung verstorben, wie 18 Summers auf ihrer offiziellen Facebook Seite heute verkündeten.

Ich muss zugeben, ich war schockiert. Vor allem Silke Bischoff haben mein 15-jähriges Ich mit ihrer Musik doch sehr geprägt. Sie waren die erste Dark Wave Band, die Einzug in mein zunächst Kassetten- und später CD-Regal hielten. Songs wie "I don't love you anymore", "Under your Skin", "On the other Side" oder auch diverse Unplugged-Versionen ihrer Werke liefen in meinem Jugendzimmer rauf und runter. 

R.I.P Felix. Und danke dafür, dass du mir einen ganzen Musikstil gezeigt hast. On the other side, I'll see you again.

Silke Bischoff - Small and Tired (unplugged)


Montag, 7. August 2017

WGT 2017: Outfit-Review - Tag 4

Meine lieben alternativen Menschen!

Und weil sich leider vor allem die schönen Dinge viel zu schnell dem Ende nähern, gibt es heute nun schon den letzten Teil meiner Outfit-Review zum diesjährigen Wave-Gotik-Treffen. In meinen Erinnerung schwelgend muss ich nun selbst ablassen und von der Vorfreude auf das kommende Jahr zehren. Aber nun genug gejammert: Nach dem WGT ist vor dem WGT. Und mit dieser Weisheit zum Outfit des letzten Festival-Tages:


Und auch an diesem Tag griff ich wieder zu einem meiner absoluten Lieblingsstücke, welches ich auch schon am ersten Tag des Festivals trug: das wunderschöne Spitzen-Vintage-Dress. Diesmal nicht kombiniert mit Perlen und Fascinator, sondern ein wenig im NuGoth-Stil gehalten, mit Cuthulhu-Halskette und DocMartens.
Aber ich muss zugeben, nachdem ich gefühlt drei Meter mit den Docs gelaufen bin, habe ich mich doch dazu entschieden, diese gegen meine bequemen flachen Schnürschuhe zu tauschen. Denn: die Springer waren ein Schnäppchen, welches ich zwei Tage zuvor in der Agra gemacht hatte, und jeder von euch, der schon einmal Docs einlaufen musste, weiß, dass man dies vielleicht besser nicht auf einem Festival tut. Nunja. Vom finalen Outfit ohne Docs kann ich euch leider kein Foto präsentieren, denn bekanntlich wird man ja mit fortschreitenden Festivaltagen auch etwas fauler mit dem Fotografieren. So auch wir.



Die Haare habe ich auch an diesem Tag zu einem Dutt geknotet, vorn einen Teil meiner blonden Strähnen heraus gelassen, alles ziemlich schlicht am letzten Tag - die Energie ließ dann doch langsam nach.
Um mich ein wenig gegen die Kälte zu schützen, habe ich, ganz im NuGoth-Stil, einen langen schwarzen Cardigan dazu kombiniert. Insgesamt eine gute Mischung aus Vintage und NuGoth, wie ich finde. In dieser Kombination ging es dann ersteinmal zum Spontis-Treffen und später in die Agra.


Meine Lieben, das war es nun mit meiner Outfit-Review des vergangenen WGT. Und nun, wo ich einige Wochen nach dem Festival eine kleine persönliche Review gemacht habe, ist der Post-WGT-Blues besonders laut in meinem Kopf, und leider nicht - wie ich gehofft hatte - etwas leiser zu hören. Aber wie wir ja alle wissen und wie ich bereits gesagt habe, ist nach dem WGT vor dem WGT. Also freuen wir uns erwartungsvoll auf das nächste Jahr. Andere Festivals werde ich wohl in dieser Saison nicht besuchen, da es mir immer ein wenig Angst macht, mit den verschiedensten Auswüchsen der Schwarzen Szene auf einem begrenzten Grundstück eingezwängt zu sein. Aber es gibt ja auch noch das ein oder andere Konzert in diesem Jahr, oder auch hier und da schwarze Veranstaltungen. Vielleicht sieht man sich dort?

Bis dahin, meine Lieben.
Cheerio and stay different!

Eure


Freitag, 4. August 2017

WGT 2017: Outfit-Review - Teil 3

Meine lieben alternativen Menschen!

Heute, den Einen oder Anderen von euch wird es nicht überraschen, der dritte Teil meiner Post-WGT-Outfit-Review! Am dritten Tag des Wave-Gotik-Treffens habe ich nun ausnahmsweise nicht in der Second-Hand-Kiste gewühlt, sondern das gewählte Teil ist ein Retro-Stück. Dem regelmäßigen Leser meines Blogs wird es nicht neu sein:


Dieses wunderschöne Retro-Kleid der Marke CityGoddess habe ich euch schon in anderen Outfit-Posts vorgestellt. Es ist in einem klassischen 50ies Swing-Stil geschnitten und aus wunderbar stretchigem Material - sitzt perfekt (btw. keine Werbung, ich werde für nichts bezahlt, ich beute mich nur gern selbst aus). Und auch hierzu habe ich wieder schlichte schwarze Nylonstrümpfe und Lederschnürer kombiniert. Gegen die Kälte ein ebenfalls sehr einfach gehaltenes Bolero, um nicht vom Kleid abzulenken.


Auch die Accessoires sind alte Bekannte: meine zuckersüßen Totenkopf-Perlen, und an meinem Handgelenk seht ihr neben dem Festivalbändchen wieder einige Perlen. Am anderen Gelenk trage ich meine kleine goldene Vintage-Uhr. Die Haare zu einem Dutt geknotet und mit einem Haarnetz versehen, dazu noch den Fascinator - fertig ist der Vintagegoth, heute schlicht und elegant! Nun kann es losgehen zum Festival, der dritte Tag wartet (und es war bestimmt auch erst 15 Uhr).



Victor und ich - ready to go!
Das Augen-Make-Up ist heute tatsächlich mal ein wenig anders - diesmal habe ich nur einen Lidstrich gezeichnet und an dessen Spitze jeweils zwei Punkte hinzugefügt. Schlicht, aber ganz nett, wie ich finde.

An diesem Abend ging es für Victor und mich wieder einmal in die Agra. Denn dort spielten She Past Away - quasi ein Muss für mich Goth-Rock-Girl. Und später am Abend wollte ich doch unbedingt mal The 69 Eyes live erleben, die zwar heute nicht mehr so ganz zu meinen favorisierten Formationen zählen, mein 16-jähriges Teen-Goth-Herz jedoch einfach sehen musste - hach, ich fühle mich beim Schreiben gerade etwas in der Zeit zurück versetzt. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und war die Erfahrung wert. Weitere Details - wie immer - auf Victors Festivalrückblick.

Das war es schon zu meinem Outfit an diesem vorletzten Festivaltag. In den nächsten Tagen wird der letzte Teil der WGT-Outfit-Review für euch folgen.

Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure


Montag, 31. Juli 2017

WGT 2017: Outfit-Review - Tag 2

Meine lieben alternativen Menschen!

Heute habe ich den den zweiten Teil meiner WGT-Outfit Review für euch. Auch am zweiten Tag des Festivals, dem Samstag, habe ich erneut zu einem Fundstück (bzw. FundstückEN) aus meinem Second-Hand-Fundus gegriffen: eine schwarze Schönheit im Stil der 60er Jahre!

Festival-Outfit: Tag 2

Festival-Outfit: Tag 2

Das schwarze Kleid ist durch seine A-Linie, den hochgeschlossenen Kragen und die Knopfleiste ein sehr typisches Teil dieses Jahrzehnts und zudem ist dieser Schnitt einfach perfekt für meine Figur. Kombiniert habe ich es mit einem Spitzenjäckchen, ebenfalls Vintage und ein Second-Hand-Teil, ich nehme an, aus den 70er Jahren. Und zuletzt noch ein Fundstück, welches ich euch bereits in diesem Post stolz präsentiert habe: der schon besondere Hut, auch aus dem Second-Hand-Laden meines Vertrauens. 

Festival-Outfit: Tag 2

Für den hübschen Hut, über den ich mich übrigens immernoch sehr freue, habe ich auf dem WGT häufiger Komplimente ernten können, da er so authentisch sei. Liegt vermutlich daran, dass es sich um ein echtes Vintage-Teil handelt. Um das, wie ich finde, schon sehr auffällige Outfit abzurunden und im authentischen Stil der Zeit zu bleiben, habe ich dazu ein Paar schlichte schwarze und diesmal flache Schnürschuhe gewählt, und fertig war das Vintagegoth-Outfit.

Festival-Outfit: Tag 2

Das Make-Up ist ebenfalls sehr klassisch ausgefallen: der schwarze Lidstrich im Vordergrund, ein wenig Lidschatten, vor allem zum Betonen der Lidfalte, und dezenter Lippenstift, etwas Betonen der Augenbrauen. Zu meinem Ausgeh-Make-Up kann ich euch tatsächlich gar nicht so viel erzählen. Nicht, dass ich auf diesem Gebiet gar untalentiert wäre, aber meist gestaltet sich dies immer gleich, bzw. sehr ähnlich. Variationen gibt es eher in der Lippenstift-Farbe. 

So ging es dann in die Agra, wo ich unbedingt den in der Messe-Halle angekündigten Vintage13-Shop durchstöbern wollte. Ich hatte mich ja schon im Vorfeld sehr darüber gefreut, dass in diesem Jahr ein entsprechender Stand dabei ist. Gesagt - getan. Und gleich mal mit dem sehr sympathischen Geschäftsführer Bekanntschaft gemacht.

Am späten Abend gab es dann noch VNV Nation für uns in der Agra, die allerdings dermaßen voll war, dass wir nach ca. der Hälfte der Show doch lieber die Flucht ergriffen. Und ich muss ja leider gestehen, dass, obwohl ich VNV Nation und ihre Musik sehr mag und Ronan Harris auch richtig was kann und so, die Show mir ganz persönlich manchmal ein wenig too much ist. Zu viele Menschen, zu laut, zu professionell. Aber ich bin ja auch ein wenig Introvertierthausen ;) .

Und das war er auch schon, der zweite Tag. Wen interessiert, was Victor und ich auf dem Festival noch so getrieben haben, der kann dies in Victors Post-Mortem-Festival-Review nachlesen!

Der Victor und die Mina in der Straßenbahn

Meine Lieben, wir sehen uns - wenn ihr mögt - am dritten Tag meiner Festival-Outfit-Review!

Cheerio and stay different!

Bis ganz bald!

Eure


Donnerstag, 27. Juli 2017

WGT 2017: Outfit-Review - Tag 1 und so weiter

Meine lieben alternativen Menschen!

Heute habe ich für euch - wie versprochen - meine erste Outfit-Review des vergangenen WGTs. Es hat doch ein wenig länger gedauert, als ich es dachte, analoges Leben und so. Daher gibt es die kleine vierteilige Outfit-Reihe erst knapp zwei Monate später. Aber der smarte Leser hat ja schon das ein oder andere Detail in Victors WGT-Review sehen können. Wer nicht: das Lesen lohnt sich. Außerdem hilft es vielleicht jetzt, so verspätet, ein wenig gegen den Post-Post-WGT-Blues.

Tag 0 - Abholen der Festivalbändchen am Donnerstag

Aber nun zum Outfit des ersten Tages. Meiner Liebe für den Goth- und Vintagestil konnte ich voll und ganz frönen, habe ich doch mal wieder zu dem wunderhübschen Second-Hand-Spitzendress gegriffen, welches die Eine oder Andere von euch schon aus meinem Ausgeh-ootd kennt.

Victorianisches Picknick
Shoot auf dem Balkon der Ferienwohnung
Goth in freier Wildbahn
Bei diesem wunderschönen Dress braucht es nicht viel mehr, und am ersten Tag war es auch tatsächlich noch warm genug, sodass ich mir die Jacke glücklicher Weise sparen konnte. Also habe ich nur ein paar schwarze Strümpfe und schwarze Schnürschuhe mit kleinem Absatz dazu kombiniert und auf ein paar (meine üblichen) Accessoires gesetzt: schwarze Perlen mehrfach um meinen Hals gewickelt und einige Perlenarmbänder an meinen Handgelenken, dazu meine kleine schwarze Vintage-Armbanduhr (Erbstück von Mutti). An beiden Händen trage ich noch kleine goldene Ringe, die Nägel schwarz lackiert (passt einfach zu allem).


Die Haare habe ich zu einem einfachen Dutt geknotet, den ich zusätzlich mit einem Haarnetz versehen habe. Der Fascinator durfte bei diesem Outfit natürlich auch nicht fehlen: ein wenig modifiziert habe ich ihn jedoch, indem ich einfach noch ein paar zum Lippenstift und meinen kleinen Ohrsteckern passende rote Rosenhaarspangen hineingesteckt habe. Ich weiß nicht, ob es der ein oder anderen von euch schon aufgefallen ist, ich habe eine leicht perfektionistische Ader...


Das Make-up habe ich wie immer klassisch Vintage gehalten, allerdings ausschließlich mit dunklen grauen und scharzen Tönen gearbeitet, was dem Ganzen einen gothy Touch gibt. Die Augen mit einem schwarzen Lidstrich versehen und die Lidfalte dunkel betont, ein wenig dunklen Lidschatten unter die untere Wasserlinie und die Wimpern ordentlich tuschen - fertig sind die Augen. Meine Augenbrauen betone ich in der Regel nur leicht (der momentane "Augenbrauen-des-Todes"-Trend, wie mein Liebster und ich ihn immer zu nennen pflegen, schreckt mich ja sehr ab - aber Goth sei Dank interessiere ich mich ja sowieso recht wenig für Trends). Ein wenig hervorheben muss ich sie allerdings, da ich ein Kind der 90er bin und natürlich zu dieser Zeit so ziemlich alles weg gezupft habe, was so wachsen wollte - machte man halt so. Nicht von Vorteil für den Haarwuchs. Aber die Eine oder Andere von euch wird das kennen. Fehlt nur noch der dunkelrote Lippenstift und fertig ist mein (übliches) Ausgeh-Make-Up.


In diesem Outfit ging es dann in den Felsenkeller, wo Victor und ich die wunderbaren Aeon Sable bewundern durften. Ich muss ja sagen, dass ich ihre Liveshow einfach immer wieder hervorragend finde. Für mich der beste Auftritt, den ich auf dem diesjährigen WGT gesehen habe. Dies musste ich ihnen auch selbstverständlich nach der Show mitteilen :D. Die gesamte Show ist übrigens auch wieder auf ihrem YouTube-Kanal zu sehen.

Nino Sable and a 16 years old fangirl :D

Von unserem zwischenzeitlichen Snack in einem wohl der besten vegetarischen Läden, den wir zwischendurch besucht haben, hat euch Victor ja schon ausführlich berichtet. Aber ich möchte den Laden in Leipzig einfach trotzdem nochmal empfehlen: Die Vleischerei!

always absolute serious - snacking Mina

Anschließend sahen wir noch Whispers in the Shadow, ebenfalls im Felsenkeller, eine Formation, die zu Victors ganz großen Favouriten zählt und die ihr auch schon - ebenso wie Aeon Sable - aus dieser Konzertreview auf meinem Blog kennt.

Spaß-Victor und Mina

So. Das war die Review meines Outfits am ersten Festivaltag. Der zweite Tag folgt sogleich. Also morgen. Oder Übermorgen. Oder so.

Cheerio and stay different! Bis Bald!

Eure




Montag, 24. Juli 2017

Lebenszeichen...

Meine lieben alternativen Menschen!

Hallo? Ist da irgendjemand? Ja, allerdings - ich lebe noch. Nachdem der vergangene Post von Victor euch über unsere persönlichen WGT-Erfahrungen informiert hat, wird bald eine kleine Outfit-Review meinerseits folgen - wie versprochen! Oberflächlicher Mädelskram also :D

Und wieder einmal muss ich meine eher gering ausgeprägte Aktivität hier auf meinen vollen Terminplan schieben. Aber - wie die meisten von euch wissen - ich studiere neben dem Bloggen ;) Nun beginnt mal wieder die vorlesungsfreie Zeit, die natürlich geprägt ist von schriftlichen Arbeiten, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich es auch nebenbei schaffe, diesen mir doch mittlerweile ein wenig am Herzen liegenden Blog ein wenig zu füttern - und vielleicht hält Victor ja auch noch das ein oder andere Schmankerl für euch bereit?

Lassen wir uns doch alle mal ein wenig überraschen. An Ideen mangelt es mir jedenfalls nicht, hoffentlich finde ich die Zeit und auch die Muße, sie umzusetzen. Denn jeder von euch, der selbst schreibt, kennt das sicherlich: mal läuft's, mal eben nicht.

Also: bis dahin, ihr Lieben!
Cheerio and stay different!

Eure 




Donnerstag, 8. Juni 2017

Post Mortem: Wave-Gotik-Treffen 2017

Das Wave-Gotik-Treffen 2017 ist vorbei, und natürlich waren auch Mina und ich wieder dabei, nachdem wir im letzten Jahr aus verschiedenen Gründen aussetzen mussten. Der Post-WGT-Blues hat uns zwar noch im Griff, aber das Gedächtnis wird nicht besser, daher ist jetzt also ein guter Zeitpunkt, einen kleinen Rückblick anzustellen, solange die Erinnerungen noch frisch sind.

Anreise

Die Anreise ist zwar lang, aber dank hervorragender Beschilderung auf den Autobahnen können wir Staus umfahren, und auch innerstädtisch hat sich Leipzig in diesem Jahr mit Baustellen und Sperrungen zurückgehalten, so dass wir pünktlich bei unserer gemieteten Ferienwohnung ankommen. Für mich ist immer schon die Ankunft in Leipzig ein Höhepunkt, denn spätestens wenn ich die Löwenskulptur an der B2 am Stadtrand oder auch die vielen erst teilweise sanierten Altbauten sehe, stellen sich bei mir so richtig WGT-Feeling und Freude auf die kommenden Tage ein.

Die wichtigsten Programmpunkte am Ankunftstag sind neben der Wohnung natürlich die Verpflegung und das Festival-Bändchen. Letzteres können wir uns an der Ausgabe beim Bahnhof abholen, wo wir dieses Mal erfreulicherweise nur eine kurze Schlange vorfinden, weil die Ausgabe schon seit mehr als zwei Stunden geöffnet und so der erste Ansturm schon abgearbeitet ist. Nach den nötigsten Besorgungen im Supermarkt lassen wir den Abend dann ruhig in unserer Ferienwohnung ausklingen. Natürlich könnten wir auch noch eine der Eröffnungsparties besuchen, aber in meinem fortgeschrittenen Alter *hust* war der Tag schon anstrengend genug, so dass wir uns dagegen entscheiden.

Tag 1: Freitag

Freitag ist VicPick-Tag. Natürlich sind auch wir wieder zum mittlerweile viel gescholtenen Victorianischen Picknick im Clara-Zettkin-Park gewandert, und natürlich ist es wieder genau so, wie wir es erwartet hatten, und noch viel schlimmer. Ich gebe zu, ich schaue es mir trotzdem sehr gern an, außerdem wollen wir Freunde treffen. Uns ist klar, dass es wieder unglaublich voll sein wird, dass es unglaublich viele Leute geben wird, die nur dorthin gehen, um sich fotografieren zu lassen, und dass das Ganze mehr einem Karneval als einem Picknick ähneln wird. Für mich hat das Picknick mittlerweile ohnehin nur noch wenig mit der Szene zu tun, ich betrachte es mehr wie einen Jahrmarkt oder Theater mit Zuschauerbeteiligung. Was für mich aber in diesem Jahr den Vogel abschießt, sind die Tische und Kleiderständer, die von einigen Besuchern aufgebaut werden, um Schmuck, Deko oder wahlweise abgelegte Kleidung zu verkaufen. In der Folge sind die ohnehin schon überfüllten Wege natürlich noch verstopfter, so dass ein Vorankommen kaum noch möglich ist. Wir finden trotzdem erst unsere Freunde und dann etwas abseits auch noch ein recht ruhiges Plätzchen, an dem wir uns relativ ruhig und ungestört hinsetzen und unterhalten können. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nach dieser Erfahrung überlege, ob wir wirklich nächstes Mal wieder das Picknick besuchen sollten oder lieber eine der vielen anderen Rahmen-Veranstaltungen. Vielleicht gehen wir auch einfach mit einem Picknick-Korb in einen anderen Park...

Mina und ich beim Victorianischen Picknick

Freitag sollte aber auch unser erster Tag mit Konzerten werden. Natürlich haben wir uns schon zuhause einen Plan gemacht, welche Bands interessant erscheinen, und uns insbesonders auch Bands heraus gesucht, die wir noch nicht kennen oder zumindest noch nicht live gesehen haben. Aber bekanntlich überlebt kein Plan den Kontakt mit der Realität, und so landen wir nach einem kurzen Zwischenstopp zuhause (also in der Ferienwohnung) wieder bei Aeon Sable und Whispers in the Shadows im Felsenkeller, obwohl wir beide Bands erst im letzten November live gesehen hatten. Natürlich sind sie wieder einmal großartig, und besonders Aeon Sable rocken das Haus derartig, dass das wohl als eins ihrer besten Konzerte gelten darf. Der Felsenkeller ist übrigens gar kein Keller, sondern ein recht hübscher Saal, und obwohl dies schon mein sechstes WGT (verteilt über sechzehn Jahre) ist, sehe ich ihn in diesem Jahr zum ersten Mal von innen.

Der Felsenkeller 

Das Wetter ist erwartungsgemäß sommerlich warm und die Temperaturen pendeln sich um die 29 Grad ein, also rechnen wir damit, dass es auch in den Locations entsprechend heiß wird. Allerdings ist die Belüftung im Felsenkeller quasi nicht vorhanden, lediglich zwischen den Konzerten werden die Notausgänge geöffnet, mit dem Erfolg, dass man bei gefühlt 40 Grad und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit buchstäblich im eigenen Saft brät. Warum die auf der Galerie vorhandenen Ventilatoren nicht laufen, um wenigstens für etwas bewegte Luft während der Konzerte zu sorgen, wird wohl ein Geheimnis der Veranstalter bleiben... 

Die Vleischerei schräg gegenüber

Zwischen den Konzerten besorgen wir uns schräg gegenüber in der Vleischerei (einem rustikalen vegetarischen Grill/Bistro) etwas zu essen. Für die Vegetarierer und Veganer unter unseren Lesern ist das definitiv ein Tipp, wenn ihr mal Leipzig besucht, denn die angebotenen Gerichte sind wirklich gut gemacht, lecker und reichlich für das Geld. 

Mina bei der Nahrungsaufnahme

Als Abschluß des Tages pilgern wir dann noch ins DarkFlower, Leipzigs wohl bekanntesten alternativen Club, wo an diesem Abend unter anderem bekannte Musiker und Szene-DJs wie Adrian Hates (Diary of Dreams) und Ronny Moorings (Clan of Xymox) auflegen.

Tag 2: Samstag

Der Samstag beginnt damit, dass wir wieder einmal viel zu spät los kommen. Wir müssen erst noch schnell ein paar Dinge besorgen, die wir in der Eile vergessen haben, also begeben wir uns in die Innenstadt, die zu diesem Zeitpunkt natürlich brechend voll ist, nicht nur mit WGT-Besuchern, sondern auch mit Leipzigern, Besuchern und natürlich Fotografen. Es ist warm (wenn auch nicht so warm, wie vorhergesagt, sondern nur etwa 26 Grad) und die Menschenmassen nerven, aber wir sind ja eh nur auf der Durchreise. 

Geplant ist, dass wir uns ins Täubchenthal begeben um dort die Scary Bitches und Bloody, Dead & Sexy zu sehen, alternativ erscheint uns das Stadtbad mit The Agnes Circle und später Lebanon Hanover attraktiv. Letztere haben wir zwar auch erst kürzlich gesehen, aber wer sagt, dass man eine Band nur einmal im Jahr sehen darf? 

Also auf in die Agra! Wait ... what? 

Ja, genau, da die Konzerte noch Stunden in der Zukunft liegen, entschließen wir uns, erst einmal die Agra zu besuchen, quasi als Bestätigung, dass wir auch wirklich, wirklich beim WGT sind. Und natürlich um die Leute zu begaffen und ein wenig einzukaufen, denn obwohl wir keine Fans des Kommerzes rund um die Szene sind, können wir uns dem doch auch nicht komplett verschließen. Die Fahrt in der Schwarzen Linie 31 von der Innenstadt zum Agra-Gelände dauert 45 Minuten, doch uns kommt es vor wie Stunden, auch weil wir einen Teil der Strecke stehen müssen und es in der Bahn unerträglich warm ist. Dafür sind die Ordner am Agra-Eingang wie immer freundlich (und das schreibe ich ganz ironiefrei), filzen meine Tasche mit den Besorgungen aus der Innenstadt nur ganz kurz, und schon sind wir auf dem Gelände. Hier ist natürlich wieder alles bunt und laut, aber so wollen wir es, sonst wäre es ja langweilig.

Straßenbahnfahren ist Tradition beim WGT

Wir stürzen uns in das Gewühle der Verkaufshalle ... und bleiben für die nächsten viereinhalb Stunden darin hängen. Es ist noch wärmer und noch lauter als draußen, und ich frage mich wiederholt, wie die Verkaufenden das den ganzen Tag aushalten, ohne irre zu werden. Trotzdem kämpfen wir uns tapfer weiter durch die Stände, probieren Klamotten an (naja, Mina probiert und ich gebe mehr oder weniger passende Kommentare ab), schauen uns Schmuck und Dekorationsobjekte an und sind wieder einmal überrascht, wieviel ... Kram ... man doch der Szene verkaufen kann.

Nachdem wir unsere Energie mit leckeren vegetarischen Gerichten vom Stand direkt vor der Messehalle aufgefrischt haben, begeben wir uns in die Konzerthalle, um VNV Nation zu sehen, die erst um 23 Uhr als Headliner spielen. Das Konzert halten wir aber nicht bis zum Ende durch. Zum Einen, weil es trotz der RIESIGEN Halle tierisch voll und warm ist. Zum Anderen, weil wir beide vertikal benachteiligt sind und einfach nichts von der Bühne sehen (wieso zum heiligen Batman gibt es eigentlich keine Videowand?), und nach einiger Zeit sind VNV Nation, obwohl wir sie eigentlich grundsätzlich mögen, irgendwie auch nur noch elektronischer Bumm-Bumm-Kram...

Die Agra-Hallen sind riesig: das kleine Schwarze in der Mitte ist Mina... 

Da wir noch nicht nach Hause wollen, gehen wir also in die Halle 4.2, den Diskosaal der Agra. Hier finden wir aber ebenfalls nur elektronischen Bumm-Bumm-Kram, und auch im Treffen-Café hält es uns nicht (die "Trash, Classix & strange sounds" sind uns dann irgendwie doch zu strange und trashig), und so machen wir uns schon kurz nach ein Uhr wieder auf den Heimweg.

Tag 3: Sonntag

Der Sonntag begrüßt uns mit Regen. Wunderbar, das motiviert uns ... nicht besonders. Aber glücklicherweise lässt der Regen gegen vierzehn Uhr nach, und die Sonne kommt heraus. Es ist kühler als die Tage zuvor, aber das ist nicht unangenehm. Auf dem Weg zur Straßenbahn entdecken einen winzigen Subway, an dessen Außenwand ein Gemälde prangt, das den Blick durch ein Fenster in einen Subway darstellt. Als wäre das nicht schon meta genug, scheinen alle Besucher des gemalten Subway in Schwarz gekleidet zu sein. Zufall? 

Subwaygemälde am Subway mit schwarz
gekleideten Subway-Gästen

Wir steigen in die Bahn und finden uns wenig später auf dem Agra-Gelände wieder. Moment, schon wieder Agra? Hatten wir nicht geplant, uns irgendetwas vom Rahmenprogramm anzuschauen? Oder die Bands, die im Volkspalast spielen, wie Lea Porcelain, Bleib Modern oder Whispering Sons? Jaaaa, aber She Past Away spielen in der Agra, und weil wir sie mögen und auch sonst etwas träge sind und später noch The 69 Eyes spielen sollen, die Minas Einstieg in die Szene Anfang der 2000er mit ihrem "Blessed Be"-Album begleitet haben und deshalb unbedingt gesehen werden wollen, nehmen wir wieder den Weg des geringsten Widerstandes. She Past Away haben wir zwar auch erst kürzlich gesehen, aber ... nunja, sie sind gut, und sie ein zweites Mal zu sehen schadet auch nicht. 

Zwischendurch suchen und finden wir das wohl beste italienische Restaurant Leipzigs, das Ristorante Pizzeria Natalina. Geführt von Italienern, inklusive einer trotz Stresses sehr netten und aufmerksamen italienischen Mama, und in kleinen, verwinkelten und sehr heimeligen Räumen beheimatet, ist das Ristorante an diesem Abend so voll, dass wir erst auf einen freien Platz warten müssen. Interessanterweise scheinen wir die einzigen WGT-Besucher hier zu sein, obwohl es nur zwei-, dreihundert Meter vom Connewitz Kreuz entfernt ist. Das Essen ist ausgezeichnet, und irgendwie schaffen wir es, sogar noch schneller als die anderen Gäste bedient zu werden. Aber vielleicht liegt das auch an unseren vergleichsweise einfachen Gerichten (Pizza, Salat und Gnocchi ... die besten, die ich bisher hatte), das Ristorante bietet daneben aber auch für den gehobenen Geschmack so einiges auf der Karte. 

Eiskaffee geht auch an kühlen Tagen

Zurück in der Agra schauen wir uns die 69 Eyes an. Naja, Mina schaut. Ich sitze an der Seite und versuche, meine verkrampften Rückenmuskeln zu lockern. Das Alter und die im Alltag mangelnde Bewegung sorgen wohl dafür, dass ich es nicht gewöhnt bin, über längere Zeit zu versuchen, zwischen den Köpfen und Schultern wesentlich größerer Menschen hindurch einen Blick auf die Bühne zu erhaschen. Hatte ich schon erwähnt, dass in meinen Augen das größte Versäumnis in der Agra die fehlende Videoleinwand ist?

Nach dem Konzert machen wir einen Rundgang durch die Verkaufshalle (jupp, schon wieder) und unterhalten uns eine Weile mit dem Inhaber des einzigen Vintage-Standes/Shops (Vintage13) in der Halle, um dann Halle 4.2 aufzusuchen, in der an diesem Abend unter anderem Honey von Welle:Erdball auflegen soll. Honey und die anderen DJs enttäuschen uns aber mit zu viel elektronischem Kram und nicht nachvollziehbaren Aneinanderreihungen verschiedenster, nicht zueinander passender Songs. Also ziehen wir uns zum Abschluß wieder ins Treffen-Café zurück, wo an diesem Abend eher klassische Songs aus den 80ern und 90ern zelebriert werden.   

Tag 4: Montag

Der Montag begrüßt uns mit ... ? Genau, Regen. Aber nur kurz, dann wird es trocken und nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm. Wir sind spät auf und daher noch später erst aus dem Haus. Das macht jedoch nichts, denn wir begeben uns auf mehr oder weniger direktem Weg zum Treffen der Spontis-Familie im Park hinter der Moritzbastei. Als regelmäßige Leser und Kommentatoren wollen wir uns natürlich auch mal die Leute hinter den Artikeln und Kommentaren anschauen. Leider sind wir beide eher introvertiert, und auf eine größere Gruppe uns unbekannter Menschen zu treffen und eventuell auch noch mit ihnen zu reden, erfüllt uns erst einmal mit Angst und Schrecken, begleitet von leichter Übelkeit und kribbelnder Kopfhaut. Robert, Initator und treibende Kraft hinter dem Blog, ist glücklicherweise leicht zu erkennen, und nach der Vorstellung merken wir, dass er mindestens ebenso aufgeregt ist wie wir, und vermutlich trifft das auch auf viele der anderen Anwesenden zu.

Unglücklicherweise beginnt es bald erneut stark zu regnen, und als sich auch noch ein Gewitter und zunehmende Kälte bemerkbar machen, beschließen wir aus Sicherheitsgründen (im Gewitter unter Bäumen zu stehen, ist nicht empfehlenswert) und weil Mina durch den Regen und die Kälte noch mehr friert als üblich, weiter zu ziehen. Um dem Sturzbach von oben zu entgehen, machen wir kurz Halt in einem Café, wo wir in einem netten Gespräch mit einem Leipziger Pärchen auch anklingen lassen, dass Fetischpferde und Live-Rollenspieler nicht unbedingt Kernkompetenzen der Szene sind. Kleine Korrekturen des Außenbildes können nicht schaden...

Das sonstige Rahmenprogramm ist an diesem Montag eher dünn gesät, offenbar konzentriert man sich mehr auf die anderen Tage. Da uns auch viele der an diesem Tag noch spielenden Bands nicht so zusagen, machen wir uns noch ein letztes Mal auf den Weg ... genau, zur Agra. Getrieben von der Hoffnung, in der Messehalle vielleicht doch noch ein Schnäppchen zu machen (die aber, wenn überhaupt vorhanden, trotz des letzten Tages nur dünn gesät sind), für Mina (die schon halb erfroren ist) eine wärmende Jacke zu finden oder unverhofft auf bekannte Menschen zu treffen, treiben wir uns nun noch ein paar Stunden auf dem Gelände herum. Aber da man, wie es heißt, aufhören soll, wenn es am schönsten ist, beschließen wir bald, den Abend lieber in der Ferienwohnung bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen, und beenden so quasi offiziell unser Wave-Gotik-Treffen 2017 auf der Couch statt bei einer der Abschlussparties.

Heimreise

Nachdem wir bei freundlichem Wetter (Verdammt! Warum nicht so am Montag? ) aus dem Bett finden und all unser Hab und Gut ins Auto verfrachten, beschließt Mina, dass wir noch kurz beim DarXity-Shop (ein Leipziger Gothic-Shop um die Ecke) vorbei schauen müssen, bevor wir uns endgültig verabschieden. Wir scheinen jedoch nicht die Einzigen mit dieser Idee zu sein, und so ist der Shop trotz der frühen Stunde gut gefüllt mit (vermutlich) anderen WGT-Besuchern. Erst eine Stunde später sitzen wir dann schließlich im Auto Richtung Heimat. 

So ganz ist die Reise dann aber doch noch nicht zu Ende, denn unsere knurrenden Mägen und die Neugier drängen uns, noch einen Abstecher von der Autobahn nach Weimar zu machen. Wir finden eine kleine, aber sehr hübsche Stadt vor, deren touristisches Potenzial sich nicht nur in schönen Gebäuden erschöpft. Eine gute Mahlzeit und ein Gewitter später sitzen wir dann aber trotzdem wieder im Fahrzeug, mit dem Vorsatz, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt Weimar noch einmal zu besuchen und genauer in Augenschein zu nehmen. Die restliche Reise ist geprägt von wechselndem Regen und Sonnenschein.

Und auch wenn wir das WGT schon vermissen, ist es doch ein gutes Gefühl, wieder nach Hause zu kommen. 

Fazit

Alles in Allem war auch dieses Wave-Gotik-Treffen wieder sehr schön, auch wenn wir wieder einmal nur die wenigsten für uns interessanten Konzerte und nichts vom Rahmenprogramm des WGT mitbekommen haben. Das ist wohl unser größtes Manko: trotz der vielen Angebote schaffen wir es oft einfach nicht, sie auch wahr zu nehmen, teils aus Trägheit, teils aber auch, weil sich Konzerte und beispielsweise Lesungen oder Führungen oft zeitlich überschneiden und die Entfernungen zwischen den Locations die Terminkollisionen noch verschärfen. 

Was wir uns für das nächste Mal daher definitiv vornehmen: früher losgehen, mehr vom Rahmenprogramm mitnehmen, mehr Leute kennen lernen und uns bei allem Rummel, Karneval und sonstigen unangenehmen Begleiterscheinungen das Wave-Gotik-Treffen als eine Art Familientreffen nicht nehmen zu lassen.  

Donnerstag, 25. Mai 2017

Wunderschöner schwarzer Vintage-Hut: WGT-Vorbereitungen sind im Gange

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Noch eine Woche, dann beginnt die Reise: 400km auf deutschen Autobahnen quer durchs Land, um zu Pfingsten die schwarze Pilgerstätte zu erreichen: Leipzig. Und welcher Festivalbesucher kennt sie nicht: die Frage nach der angemessenen Bekleidung. Für das Wave-Gotik-Treffen gehört dies für mich schon zum Ritual dazu. Und selbstverständlich fällt doch immer das ein oder andere Teil ein, was noch zum perfekten Outfit fehlt.

Vor ein paar Tagen bin ich mal wieder durch den Second-Hand-Laden um die Ecke gestreift, mit dem Ziel, vielleicht noch das ein oder andere Vintage-Accessoire ausfindig zu machen, um meine diesjährigen Outfits zu komplettieren. Und siehe da, an diesem wunderschönen schwarzen Hut konnte ich doch nicht vorbei gehen:




Ist er nicht eine kleine Schönheit? Ein wenig ramponiert ist er leider noch, man sieht ihm seine Jährchen an, was natürlich auch z.T. den Vintage-Charme ausmacht. Nadel und Faden müssen wohl trotzdem nochmal her, um das Gröbste zu beseitigen. Und vielleicht werde ich ihn bei der Gelegenheit auch noch mit der ein oder anderen kleinen Besonderheit versehen? Kleine Mini-Totenkopf-Perlchen an der Krempe? Ich denke, er wird in jedem Fall in diesem Jahr mein Outfit bereichern, und ich habe auch schon ziemlich genaue Vorstellungen, wozu ich ihn kombiniere. Und selbstverständlich werde ich euch nicht vorenthalten, wozu ich mich entschlossen haben. Nach dem WGT wird ein komplettes Festival-Review folgen. Natürlich auch zu den Outfits.

Den heutigen Feiertag werden Victor und ich wohl für ein kleines Kleiderschrank-WGT-Outfit-Planungs-Manöver nutzen, denn, wie bereits festgestellt: es ist nur noch eine Woche! Wer weiß, welche absolut wichtigen Dinge uns noch einfallen, die wir in den wenigen verbleibenden Tagen noch organisieren oder besorgen müssen, um ein angemessenes Äußeres zu kreieren ;).

Btw: ich hab den World Goth Day verpennt. Sowas... Naja. Nur mal so am Rande.

Also: vielleicht bis nächste Woche in Leipzig, meine Lieben! 

Eure