Freitag, 4. November 2016

Horrorpunk-Konzert-Outfit: ootd, Style und Make Up des vergangenen Konzertbesuches

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Diejenigen von euch, die meinen Blog regelmäßig verfolgen, wissen, dass ich vergangenen Sonntag die Hell Nights Tour besucht habe. Daher gibt es heute mal ein Konzert-ootd von mir.



Wie ihr zweifelsfrei erkennen könnt, ist das Outfit - wie immer - überwiegend schwarz gehalten. Also beginnen wir doch einfach mal mit dem Stück, welches wohl am meisten heraussticht: der Bluse.


Dieses wunderbare Stück befindet sich schon länger in meinem Besitz, wird allerdings von mir eher zu bestimmten Anlässen aus dem Schrank gezogen. Und was bietet sich bei diesem Motiv mehr an, als ein Horrorpunk-Konzert an Halloween? 



Besonders gut gefällt mir auch der schon recht ausladende Kragen der Bluse, der farblich abgesetzt ist. Kombiniert habe ich sie einfach mit einem schlichten schwarzen Swing-Skirt (Collectif), was dem Ganzen gleich einen Retro-Touch gibt. Bluse in den Rock gesteckt - und somit die Taille betont.

Über die Bluse habe ich einen schlichten schwarzen Bolero gezogen, da sie eigentlich nur kurze Ärmel hat. Und so verlockend das auch ist, in der warmen Konzerthalle - draußen ist Herbst. Ein Jäckchen schadet daher nie.


Schlichte schwarze Strümpfe und meine klassichen Retro-Pumps runden alles ab. Eigentlich ein wenig aufwändiges Outfit, aber mit einer tollen Wirkung, wie ich finde.


Aber zu so einem Abend gehört natürlich noch mehr als nur die Kleidung. Mit den Accessoires habe ich mich eher zurück gehalten: Ein schlichte schwarze Perlenkette (einer meiner Flohmarktfunde), wie ihr sie auf den Bildern sehen könnt, dazu rote Rosenohrringe (die man leider nicht so gut sieht) passend zur Bluse. 

Make Up und Haarstyling fallen schon etwas mehr auf. Dunkel betonte Augen, hier habe ich eine Mischung aus der Retro-Variante mit Wing und betonter Lidfalte und Gothy angehauchtem Style gewählt, rote Lippen, passend zu den Ohrringen und der Bluse. Die Haare zur klassischen Tolle gestylt, Pferdeschwanz - fertig. 


Ich hoffe wie immer, ich konnte euch ein wenig inspirieren und unterhalten und verabschiede mich für heute.



Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure



Donnerstag, 27. Oktober 2016

Musik der Woche: The Other - Deutscher Horrorpunk vom Feinsten!



Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Wie bereits angekündigt geht es heute aus aktuellem Anlass in meiner Musik der Woche um Horrorpunk. Und zwar eigentlich um DIE deutsche Horrorpunk-Band: The Other.

Pedantische Szene-Prinzipienreiter werden nun feststellen, dass es sich hierbei nicht unbedingt um ein der Szene zugeschriebenes Genre handelt. Aber ganz ehrlich: Ist mir wurscht. Denn in dieser Reihe geht es um meine persönlichen musikalischen Vorlieben und das, was mich in meinem "Alternativ-Sein" geprägt hat, noch heute beeinflusst und was es für mich ausmacht. 
Außerdem: The Other greifen in ihrer Musik durchaus szene-relevante Motive auf: Horror, Liebe und Tod, Gewalt und Vergänglichkeit, eine gewisse Feinsinnigkeit und Intellektualität, die sich schon allein in der Namenswahl ausdrückt ("The Other" ist eine Begrifflichkeit aus der Psychologie bzw. den Literaturwissenschaften und bedeutet soviel wie "Das Fremde" oder "Das Unbekannte" - Hallo? Bezug zu Gothic-Novels und so) und kombinieren diese Thematiken gern mit ein wenig Trash und Klischee, auch keine untypischen Eigenschaften der Goth-Szene. Im Übrigen sind The Other in der Deathrock-Szene auch auf Grund ihrer Ästhetik nicht ganz unbeliebt.

Hell Nights Tour, Werbeplakat

Warum aus aktellem Anlass? Ganz einfach: Am Sonntag besuche ich die Hell Nights Tour, wo die Jungs auftreten werden. Wer meinem Blog schon ein wenig länger verfolgt, weiß sicher noch, dass ich die Band schon einmal thematisiert habe, im Zuge meiner WGT-Inspirations-Outfit-Reihe. Hier habe ich euch mein Outfit zum WGT-Horropunkt-Abend gezeigt und gleich mal Bezug auf die dort vertretenen Bands genommen.

Nun ja. Aber nun zum eigentlichen Thema:

Die Musik der Woche - Heute: The Other

2002 gründete sich die Formation in NRW (meiner Heimat) und tourten nach dem Erscheinen ihres Debütalbum schon mit Größen wie The 69 Eyes (zu denen ich ganz sicherlich im Rahmen dieser Reihe etwas sagen werde), später auch mit Kultbands wie The Damned, Blitzkid oder - für alle Mainstreamler unter euch - Bela B. und Alice Cooper.
Für diejenigen unter euch, die mehr über die Bandgeschichte oder eine Diskographie wollen, habe ich euch oben die offizielle Homepage verlinkt. 

Jetzt gibt es ein paar musikalische Einblicke - beginnen möchte ich mit einem ganz offiziellen Video aus dem Jahr 2015 und somit ziemlich aktuell:

The Other - Dreaming of the Devil (Fear Itself, 2015)



Auf dem offiziellen YouTube- Kanal der Band gibt es übrigens auch ein Behind The Scenes zum Dreh dieses Videos.

Weiter geht es mit einem Live-Mitschnitt vom Mera Luna 2008, schon ein wenig länger her. Hier performen die Jungs einen meiner absoluten Lieblings-Songs:

 The Other - In the Dead of Night (We are who we eat, 2006)


Und zu guter Letzt habe ich ein - wie ich finde - besonderes Schmankerl herausgesucht, weil es einfach anders ist (und wie wir ja alle wissen, kann ich mich an Andersartigkeit immer ganz besonders erfreuen): 

The Other - Hyde Inside Unplugged (They're alive, 2004)



Das waren nun meine unter schwerster Entscheidungsunfreudigkeit ausgesuchten Videos, um euch diese Formation ein wenig näher zu bringen. Vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen dazu bringen mal über den Tellerrand hinaus zu blicken?

Und genau über dieses Thema, nämlich Nischen- und Schubladendenken innerhalb der Schwarzen Szene, wird unter anderem in dieser Planetopia-Doku geredet, welche im Rahmen des WGT 2011 auch The Other begleitet hat (mehrere Teile - ich habe euch den verlinkt, wo es mit The Other und Horrorpunk los geht).

Zum Abschluss möchte ich euch berichten, wie ich überhaupt dazu kam, mich auf Horrorpunk einzulassen: mit zunehmendem Interesse an der Vintage- und Retro-Subkultur nahm natürlich auch mein Interesse an den musikalischen Einflüssen ihrer verschiedenen Ausprägungen zu.  Zu Beginn meiner Retro-Reise begeisterte ich mich besonders für die 50er Jahre (- natürlich auch heute noch). So stieß ich auch auf den Rockabilly-Livestyle, welcher die 50er Jahre in einer modernen Interpretation zelebriert. Dieser Lifestyle ist meiner "Grufti-Seele" jedoch ein wenig zu bunt, zu poppig gewesen. Aber - hey - hierfür gab es eine einfache Lösung: Gothabilly, Horrorbilly, Horrorpunk und Co. Und als ich nun diese düsteren musikalischen Varianten kennen lernte, war es ziemlich bald um mich geschehen.

Das war es für heute, meine Lieben. Ich hoffe, ich konnte euch wie immer ein wenig unterhalten und inspirieren. In der nächsten Woche plane ich euch eine weitere Band dieser Stilrichtung, bzw. einer verwandten Richtung, näher vorzustellen, die ebenfalls auf der Hell Nights Tour vertreten sein wird: Bloodsucking Zombies from Outer Space.


Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure







Sonntag, 23. Oktober 2016

Second-Hand- und Flohmarktfunde: Die Arzttasche

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Nach längerer Pause gibt es heute einen weiteren Teil meiner Second-Hand- und Flohmarktfunde. Ich gebe zu, ich haben den Vintage-Lifestyle auf meinem Blog in letzter Zeit ein wenig vernachlässigen müssen, daher wurde es dringend mal wieder Zeit. Also: Bitteschön! 

Auf einem ziemlich großen Trödelmarkt habe ich dieses wunderhübsche Stück im Stil einer alten Arzttasche gefunden: 


Wie "vintage" diese (natürlich) schwarze Tasche tatsächlich ist, kann ich euch nicht sagen. Sie hat schon ein paar Jährchen hinter sich, das kann man zweifelsohne erkennen, allerdings denke ich, dass man sie eher als "retro" bezeichnen sollte.
Der allgemeine Schnitt, die femininen Seitentaschen, welche eher zur Zierde gedacht sind, und die Metallhänkel versprühen einen ganz besonderen Charme und erinnern an vergangene Zeiten, als Dinge noch mit besonderen individuellen Details produziert wurden. Für Ästheten wie mich immer wieder schön zu betrachten.



Die Größe der Tasche ist optimal, wenn man mal mehr mitnehmen muss, als nur den Geldbeutel. Problemlos passt auch noch eine Wasserflasche oder etwas zum Schreiben hinein. Geschlossen wird sie mit einem Reißverschluss, wie ich finde immer eine gute Eigenschaft einer Tasche, gibt es einem doch irgendwie das Gefühl, dass die Dinge in ihr gut aufgehoben sind.
 

So, dass war es vorerst zu diesem wunderbaren Stück. Sicherlich werde ich euch bald auch das ein oder andere Outfit präsentieren können, zu dem ich diese Tasche kombiniere. Für die Uni ist sie schon mein liebster Begleiter. 



Ich hoffe, dass ich euch ein wenig unterhalten konnte und, dass mein nächster "Vintage"-Post diesmal nicht ganz so lange auf sich warten lässt. Falls doch, seht es mir bitte nach: Semesterstart und so ;)


In diesem Sinne: cheerio and stay different!
Bis bald.

Eure 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Die Musik der Woche - Heute: And One

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Nachdem ich euch in der letzten Woche mitgeteilt habe, wie ich auf Project Pitchfork aufmerksam geworden bin (das And One-Cover von "Timekiller"), werde ich mich nun der entsprechenden Formation widmen.

Heute: And One

And One lassen sich wohl hauptsächlich im Synthie-Pop-Bereich verorten. Die Formation um Frontmann Steve Naghavi gründete sich ebenfalls wie Project Pitchfork im Jahre 1989.
Ich bin auf And One aufmerksam geworden, als ich um die 20 war und die ersten Schritte in die Grufti-Disko wagte. Dort wurden vermehrt allseits bekannte Clubhits wie "Techno Man" oder auch "Panzermensch" gespielt (wie auch heute noch) - egal, ich fands super und begeisterte mich auch ziemlich schnell für Songs jenseits der totgespielten "Hits".

Interessant finde ich ja bei And One die immer wieder auftauchenden Diskussionen bezüglich einer gewissen politischen Orientierung der Gruppe. Selbstverständlich ist eine gewisse Affinität zu militärischen Kontexten der Songtitel und auch Songtexte nicht von der Hand zu weisen, rechte Tendenzen sollte man dem gebürtigen Iraner Naghavi und seinen Jungs aber doch wohl eher nicht unterstellen. Und für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: das Eine oder Andere sollte man bei And One unbedingt mit einem Augenzwinkern sehen. Und überhaupt: Bitte mal über den Tellerrand schauen! Als wäre das Spiel mit Tabuthemen nicht szeneintern sowieso Standard...

Aber genug dazu. Nun gibt es musikalische Einblicke - zunächst einer meiner absoluten Favourites. Wie ich finde, ein absolut perfekter Spiegel für unsere konsumorientierte, voneinander entfremdete und oberflächliche Gesellschaft:

And One - Traumfrau (Bodypop, 2006)



Und hier einen der erwähnten Disko-Klassiker und gleichzeitig ein bisschen was Älteres, wenn auch als neuere Live-Interpretation:

And One - Techno Man (Flop!, 1992)



Und zum Abschluss etwas Neueres und sehr Intensives zum Nachdenken, wie ich finde:

And One - Unter meiner Uniform (Magnet, 2014)



So. Das war nur ein kleiner musikalischer Einblick. Wer mehr will: YouTube bietet euch gefühlte drölfzigtrillionen weitere Songs. Und hier geht es zur offiziellen Homepage.
2010 durfte ich die Formation auch mal live bewundern, auf dem Amphi-Festival. Es hat sich gelohnt, und Frontmann Steve ist auch stets für das ein oder andere Späßchen zu haben. Also, wenn euch die Musik zusagt und ihr ein wenig Humor habt, geht mal zu einem Konzert, es lohnt auf jeden Fall.

Beim Erstellen dieses Posts ist mir übrigens aufgefallen, dass ich dringend meine CD-Sammlung bezüglich And One aufstocken muss. Oder vielleicht besser mit Vinyl? Mal schauen ;)


In der nächsten Woche gehen wir vorläufig weg von den elektronischen Klängen der Szene und widmen uns aus gegebenem Anlass dem Horrorpunk.

Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Eine neue Reihe auf meinem Blog: die Musik (oder auch der Clip) der Woche - Heute: Project Pitchfork

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Ich habe mich entschlossen mal eine neue Reihe anzufangen: die Musik(-Clips) der Woche. Da es sich hier ja um einen durch Subkultur geprägten Blog handelt und für diese Subkultur Musik definitiv ein sehr großes Thema ist, gibt es ab nun wöchentlich (hoffentlich :D) einen mal größeren, man kleineren (je nachdem, was mein Zeitkontingent so her gibt) Einblick in prägende musikalische Klänge - sei es für Schwarze Szene oder für mich persönlich.

Naheliegend nach meinem letzten Blogeintrag ist es wohl, diese neue Reihe mit Project Pitchfork zu beginnen. Also:

Heute: Project Pitchfork

Die Band gründete sich offiziell 1990 in Hamburg und sind seither eine ziemlich große Nummer (auch und vor allem) in der Schwarzen Szene. Die Jungs bezeichnen sich heute selbst als "Electro Band", wobei ihre Musik allgemein am ehesten den Dark-Electro- und Wave-Genres zugeordnet wird. Wie ihr sicherlich wisst, ist es bei vielen in der Szene relevanten Acts oft schwierig, sie in eine Schublade zu pressen - falls nicht, werdet ihr es in den nächsten Blogposts zu dieser Reihe feststellen. Aber das ist auch gut so - ich plädiere sowieso zur Abschaffung von Schubladendenken, Stereotypie und verstaubter Engstirnigkeit.
Auf der offiziellen Homepage der Band findet ihr eine interessante Biografie, in welcher übrigens auch steht, dass Project Pitchfork als erste "deutsch-deutsche" Band überhaupt gesehen werden kann, da die beiden Gründungsmitglieder Peter Spilles und Dirk Scheuber ursprünglich aus den alten und neuen Bundesländern kommen.
Bekannt ist die Formation unter anderem für ihre durchdachten und gesellschaftskritischen Texte, also nichts, wo man mal eben drüber hört (das ist ja glücklicherweise bei vielen szenerelevanten Vertretern so). "Der Bandname Pitchfork (wortwörtlich „Heugabel; Mistgabel“) symbolisiert das „Aufwühlen (der Gedanken der Menschen)“ und steht für die sozialkritische Seite der Band" (Quelle: Wikipedia).

Wie ich auf Project Pitchfork aufmerksam geworden bin? Darf ich eigentlich gar nicht laut sagen. Aber ich schreibe es ja auch nur auf und entlasse es auf ewig in die unendlichen Weiten des WWW, wo es jeder Mensch lesen kann, der ansatzweise meine Sprache versteht ... Also: ich bin durch das "Timekiller"-Cover von And One auf sie aufmerksam geworden. Vermutlich habe ich auch schon vorher 100 mal in der Disko was von ihnen gehört, hatte sie aber trotzdem nicht so richtig auf dem Schrim. Wahrscheinlich auch, weil es relativ lange gedauert hab, bis ich mein Grufti-Herz auch für elektronische Sachen, fernab des Goth-Rock geöffnet hab - wobei Pitchfork natürlich auch gut rocken können, naja. Jedenfalls habe ich dann habe ich angefangen, einige der neueren Sachen von Pitchfork zu hören. Vor ein paar Jahren bin ich dann durch Zufall an ein paar CDs gekommen - und spätestens da war es dann um mich geschehen.

Und nun möchte ich euch natürlich auch das Original nicht vorenthalten:

Project Pitchfork - Timekiller (Abum: Daimonion, 2001)



Das Stück ist von 2001 - also der ungefähren Bandgeschichte-Halbzeit. Daher gibt es nun hier noch einen Abstecher in die frühen Jahre: ein Stück, dass man im Übrigen auch in mehr oder weniger regelmäßig in Szeneclubs zu hören bekommt:

Project Pitchfork - Souls (Album: Entities, 1992)



Und nun noch etwas aus Brandneues:

Project Pitchfork - Titânes (Album: Look up, I'm down there, VÖ am 28.10.2016)



So, meine Lieben. Das war es nun vorerst zu Project Pitchfork. Für alle, die mehr wollen, habe ich zahlreiche Verlinkungen zur offiziellen Homepage und Wikipedia gesetzt.

Der erste Teil meiner neuen Reihe hat euch gefallen und ihr könnt den nächsten kaum erwarten? Na dann ...

... bis dahin: cheerio and stay different!

Eure



Mittwoch, 5. Oktober 2016

Project Pitchfork live in concert: ein wunderbarer Abend.

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Project-Pitchfork-Konzert - yay!


Nicht nur, dass ich mich darauf freuen konnte, dieses grandiose Urgestein der Schwarzen Szene endlich einmal live erleben zu dürfen, auch konnte ich in diesem Zusammenhang eine gute Freundin von mir wieder sehen, die dafür gefühlte 100 Stunden Deutsche-Bahn-Bespaßung ertragen hat: Ms K.!

Ms K. und ich - unglaublich schlechtes Handy-Bildchen ;)

Demnach hatte ich an diesem Abend zwei wunderbare Menschen um mich herum: Ms K. und meinen Liebsten, Victor. Also? Was sollte schon schief gehen...

Ms K. und Victor

Was soll ich euch über das Konzert berichten? Es war ein Konzert. Es war ein Konzert einer meiner Favourites. Es war grandios.

Project Pitchfork
 
Pitchfork spielten gleich zwei Abende hintereinander im Bett in Frankfurt (ich spare mir an dieser Stelle einfach mal jedes Wortspiel). Die Location ist eher klein und gemütlich, sodass ich im ersten Moment ein wenig Angst hatte, dass es sehr eng werden würde, wenn das Konzert erst einmal los geht - als kleiner Mensch ist es nicht schön, bei Konzerten in Menschenmassen halb zu ersticken. Schließlich war der Samstag vollkommen ausverkauft (natürlich). Aber die Veranstalter haben da ja schon Erfahrung, es war also ok.

Zwei "Vorbands" hatten die Jungs im Gepäck: Extize und Reaper. Zu Extize kann ich euch nicht viel sagen. Da ich mit Aggrotech/ Cyberhardcore-Gedöns nicht viel anfangen kann, habe ich mal den Saal verlassen. Reaper war ganz interessant, obwohl Electro-Industrial. Aber halt allgemein nicht so mein Metier.

Pitchfork gaben an diesem Abend 22 ihrer Songs zum Besten, spielten zwei Zugaben und machten mich somit um die 2 Stunden glücklich. Frontmann Peter Spilles ist einfach unglaublich sympathisch und ließ sich auch nicht um ein kleines Wortspiel bezüglich der Location bringen ("Ganz schön heiß hier bei euch im Bett"). Wer sie noch nicht live erlebt hat, sollte das dringend einmal nachholen. Technisch gesehen gab es keinerlei Patzer - Profis halt - schließlich war dies ihre 25 Jahre Jubiläums Tour. Wen die Setliste des Abends interessiert, hier entlang.

Project Pitchfork
Project Pitchfork

Ich habe das Konzert zum Anlass genommen, mein erstes YouTube Video zu "produzieren" und euch somit noch einen viel lebendigeren Eindruck des Ganzen zu vermitteln.
Für alle, die es interessiert: ich plane nicht in Zukunft YouTube-Starlett zu werden. Ich filme einfach nur gern. Und manchmal verarbeite ich das Gefilmte.

Viel Spaß damit ... und seid gnädig mit mir ... mein erstes YT-Video ;)


Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck des Abend vermitteln und euch vielleicht inspirieren, auch mal wieder ein Konzert zu besuchen. Vielleicht auch mal (wieder) ein Pitchfork Konzert? Ein paar Termine der Jubiläums Tour stehen in den nächsten Wochen noch an ...

In diesem Sinne: cheerio and stay different!

















 
Eure



Donnerstag, 29. September 2016

Wenn "goth" nicht goth ist: eine Polemik über "goth"-Trends

Kürzlich bin ich wieder einmal über mehrere Artikel und Videos gestolpert, die irgendwie um Mode/Fashion und/oder Lifestyle in Verbindung mit dem goth- bzw. Gothic-Begriff kreisen. Dabei habe ich mich wieder einmal gefragt, warum der Begriff immer wieder für (Fashion- und Lifestyle-)Trends missbraucht wird, die nichts mit der "Gothic"-Subkultur und der schwarzen Szene zu tun haben.

Fangen wir doch gleich mit dem aktuellsten Beispiel an, diesem Werbeclip für ASOS:


Man nehme ein paar Klamotten in Schwarz oder Violett, mit Spitze oder aus Leder, und schon sind sie "goth". Wenn man das Ganze noch mit bunten Käfer- und Blumenstickereien und den Worten "punkig", "märchenhaft", "girlig" und "romantisch" kombiniert, einen "Star" (nach welch zweifelhaften Kriterien auch immer) als Inspiration zitiert und dazu noch das kränklich-feminine Make-Up auflegt, gilt (Zitat): "Gothic ist auf jeden Fall in!" ... auch wenn das zusammengestellte Outfit dann nicht einmal ansatzweise "gothic" ist und man dem Model ansieht, dass es vermutlich noch keinem Goth näher als 5 Meter gekommen ist. Aber Trend ist Trend, und man muß ja auf den Zug aufspringen. Im Zweifelsfall mit bunten Blumenstickereien.

Grundsätzlich ist natürlich nichts dagegen zu sagen, dass sich Designer von Subkulturen inspirieren lassen - einige von ihnen haben vermutlich ihrerseits auch die Szene inspiriert: Vivienne Westwood fiele mir da ein. Oder Gareth Pugh, Rick Owens, Ann Demeulemeester. Meines Wissens haben diese ihre Werke aber nie als "goth" oder "gothic" beworben. 

Natürlich haben solche Trends für die Szene den Vorteil, dass sich die Auswahl an tauglichen Klamotten schlagartig erhöht, wenn man denn bereit ist, seinen Individualismus aufzugeben und womöglich als Trend-Mitläufer angesehen zu werden, der seiner kleinen Schwester die Klamotten klaut. Und man muss dann natürlich auch außer Acht lassen, dass sich die Gothic-Subkultur ursprünglich auch als Gegenbewegung zu Trends und Kommerz sah und DIY zur Kunstform erhob.

In dieselbe Kerbe schlagen auch ältere Trends mit Bezeichnungen wie "gothninja" (googlet es), die außer dem Namen und der vorherrschenden Farbe nichts mit der Subkultur (und oft auch nichts mit deren Stil) zu tun haben. 

Ein anderes Beispiel: die Autorin und Filmemacherin Liisa Ladouceur, die regelmäßig über die Szene schreibt und davon lebt, hat kürzlich ein Video über die "... evolution of goth clothing, hair and make-up styles..." gemacht, das ich eigentlich nur als Satire verstehen kann:


Mal ganz abgesehen davon, dass Stile wie Cybergoth, Steampunk und Gothic Lolita teilweise zeitlich falsch eingeordnet sind (Lolita z.B. ist ein reiner Modetrend und seit den frühen 70ern in Japan bekannt, also vor dem Aufkommen der Gothic-Subkultur), ist auch ihre Zuordnung zur Subkultur eher zweifelhaft, da die dahinter stehenden Ideen (sofern es überhaupt welche gibt *hüstel*) völlig andere sind. Dass sie heute auch in der Schwarzen Szene anzutreffen sind, hat eher damit zu tun, dass die Veranstalter großer Events mehr Publikum anziehen wollten und einfach alles zusammen geworfen haben, das sich bei 3 nicht im tiefsten Graben versteckt hatte.

Ein weiteres Beispiel ist "healthgoth". Was das ist? Die grundlegende Idee scheint zu sein, Sport in schwarzen Klamotten zu treiben. Und sich dabei zu fotografieren oder darüber zu twittern. Natürlich spricht nichts dagegen, ein gesunder und fitter Grufti zu sein, besonders weil man dann leichter vor dummen Leuten und Fashion Victims davonlaufen kann. Aber was hat das mit der Subkultur zu tun? Nichts, es ist einfach nur ein Trend-Begriff, um mehr schwarze Sportklamotten verkaufen oder alternativ sich selbst besser vermarkten zu können. Und die überwiegende Mehrzahl der "#healthgoth"-Hashtagnutzer hält vermutlich Darth Vader für das Vorbild aller Grufties, schließlich ist der auch ganz blass und faselt ständig von der "dunklen Seite".... 

Nicht überall wo "goth" drauf steht, ist also auch goth drin. Gothseidank gibt es in der Szene genug Kellerkinder und Arroganz, die die Szene auch solche Attacken überstehen lassen.

Montag, 26. September 2016

Vintagegoth-Ausgeh-OOTD: Vintage Dress und Corsage

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Heute gibt es mal ein Vintagegoth-Ausgeh-OOTD von mir. Neulich hat es meinen Liebsten und mich mal wieder in die Grufti-Disko verschlagen. Wie ihr schon in meinem Goth-Werdegang und in diversen Outfit-Inspirationen von mir lesen konntet, kombiniere ich zum Ausgehen meine Alltagskleidung meist nur mit ein paar mehr Accessoires, wie einer Corsage, etwas mehr Schmuck.

So auch bei diesem Outfit. Als Grundlage dient mir ein schwarzes Kleid im 50ies Stil (Vintage Dress von CityGoddess London). Es ist in A-Form geschnitten, hat also ein weites schwingendes Rockteil, einen herzförmigen Ausschnitt und kleine Puffärmelchen. Absolut sweet und feminin.
Darüber habe ich zum schlichten Unterbrustkorsett gegriffen. So ein Korsett sollte echt in keinem Goth/Pin-Up/Vintage/Whatever Kleiderschrank fehlen. Man kann es zu zu ziemlich allem kombinieren. Ein paar (Skull-)Perlen, die Haare zum Dutt, Schnürschuhe mit kleinem Absatz und das Abend-Make-Up aufgelegt, und schon steht der Stil. 



Vintage Dress, CityGoddess

Besonderes Augenmerk an dieser Stelle mal auf meine kleine süße Fledermaus-Handtasche im Hintergrund (Alchemy Gothic). Die ist bestimmt schon seit 15 Jahren in meinem Besitz - Relikt aus Teenie-Zeiten also. Und trotzdem krame ich sie immer wieder hervor und trage sie. Von manchen Grufti-Trash-Accessoires kann ich mich einfach nicht trennen ;) Werde sie euch bei Gelegenheit auch mal mit besseren visuellen Eindrücken vorstellen.


Da es aber tatsächlich dann auch raus ging, musste natürlich noch eine Jacke her. Ich entschied mich zu dem Ganzen einen traditionellen schwarzen Trenchcoat zu kombinieren. Stilvoll und retro:


So. Das war mein Ausgeh-OOTD. Ich hoffe, ich konnte euch wie immer ein wenig inspirieren. Ich gebe zu, die Bildchen haben eine mäßig gute Qualität. Aber für mehr als ein paar Handy-Schnappschüsse hat die Zeit nicht mehr gereicht. Wie das halt so ist, wenn man ausgeht (#nachdreiStundenStylingMarathonzuspätdran).

In diesem Sinne: Cheerio and stay different!
Bis ganz bald.

Eure



Montag, 19. September 2016

OOTD-time again: Vintagegoth- inspiriertes Alltagsoutfit

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

So. Mein Urlaub ist vorbei und mit ihm verschwand auch gleich mal der wunderbare Spätsommer. Schade eigentlich. Ich bin zwar keine Sonnenanbeterin, aber Regen und Frieren muss ja auch nicht sein. Nun gut, es lässt sich wohl nicht ändern...
Nichtsdestotrotz möchte ich euch meine letzten sommerlichen OOTD's nicht vorenthalten. Oder: es ist mal wieder Zeit für Mädelskram ;)

Heute stelle ich euch dieses bezaubernde Kleid im Gothic-Lolita/Vintage/Retro- Stil vor:


Zunächst einmal vor dem Spiegel erprobt, habe ich es wenig später auch ausgeführt:

 

Das gute Stück ist von einer Marke, die ich vor kurzem für mich entdeckt habe: Mela Loves London. Ich bin definitiv kein Mensch, der Wert auf Markenkleidung legt. Ich trage das, was mir gefällt. Allerdings erleichtert es mir natürlich die Suche nach Kleidung, wenn ich weiß, dass bestimmte Hersteller vermehrt Sachen produzieren, die meinem Stil entsprechen. Auch eine Suche nach gebrauchten Stücken in gewissen Online-Auktionshäusern ist einfacher, wenn ich nach Produkten bestimmter Hersteller suchen kann, als wenn ich allgemein "Kleider" oder Sonstiges suche.
Die Stücke des Herstellers sind sehr feminin und auch ein wenig verspielt und im Retro-Stil gehalten. Und: die Preise entsprechen meinem Studenten-Budget - auch wichtig. Mittlerweile besitze ich drei Kleider der Marke (ich werde sie euch die anderen Beiden bestimmt noch vorstellen ;) ), alle natürlich im Sale geshoppt, ich Sparfuchs, ich. Ich schließe nicht aus, dass weitere Stücke hinzu kommen werden...

Aber kommen wir nun zurück zu diesem speziellen Kleidchen: zuerst ist mir ja der wunderhübsche Bubikragen ins Auge gefallen. Wer mich  schon länger liest, weiß, dass ich einfach drauf stehe :D. Verspielt, feminin, retro... alles, was mein Herz höher schlagen lässt... naja, und schwarz natürlich.


Und dann der durchsichtige Spitzeneinsatz: absolut retro und gothy. Dieses Spitzenmuster zieht sich weiter über den ganzen Stoff des Kleides. 
 

Insgesamt ist der Schnitt für meine Figur absolut vorteilhaft: Am Oberkörper eher figurbetont, geht es ab der Taille A-linienförmig auseinander. So betont es meinen eher schlanken Oberkörper und die Taille, das ein oder andere Pfund an Bauch und Hüfte wird kaschiert: wie geschaffen für mich "Birne".


An dem warmen sommerliche Tag, an dem ich das Kleid ausgeführt habe, habe ich es mit meiner üblichen Cat-Eye-Sonnenbrille, schlichten Ballerinas und meiner süßen The Tramp - Tasche kombiniert.


Die Haare habe ich bei den Temperaturen zu einem Dutt gebunden. Dazu einen schwarzen Lidstrich gezogen und rote Lippen: das Basis-Vintage-Make Up:




Hinten wir das Kleid mit einem Reißverschluss geschlossen. Ein kleines Manko, wie ich finde. Denn: Erstens ist er knalle-silber. Passt mäßig gut zum Retro-Stil des Kleides. Zweitens scheint im Sommer nunmal die Sonne, und der Reißverschluss hat sich bei direkter Sonneneinstrahlung so unglaublich aufgeheizt, dass es echt unangenehm auf dem Rücken war. 
Aber gut. Ich bin ja bekennende Perfektionistin und daher vielleicht auch etwas pingelig. Andere Menschen machen sich vermutlich keine Gedanken über die Farbe ihres Reißverschlusses... Vielleicht werde ich einfach einen Streifen Stoff drüber nähen. Dann wäre das Problem gelöst.

Wie man auf meinen Indoor-Bildern ganz gut erkennen kann, habe ich das Teil dort mit einer dicken blickdichten schwarzen Strumpfhose kombiniert. Man kann es also auch super jetzt tragen, wo der Herbst langsam beginnt und das Wetter ein wenig kühler, feuchter und unangenehmer wird: Strümpfe und vielleicht einen Cardigan drüber und alles wird gut.

Habe ich nun alles gesagt zu diesem bezaubernden Vintagegoth-Sweetie? Ich glaube schon. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig unterhalten und inspirieren oder auch nur eure Langeweile vorübergehend töten mit meinem oberflächlichen Mädchenkram ;) .

 
In diesem Sinne: Cheerio and stay different!
Bis ganz bald.

Eure 



Freitag, 9. September 2016

Wir sind Grufties - wir sind tolerant! Wirklich?

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Heute geht es mal wieder um eines meiner liebsten Themen: Toleranz!
Die Schwarze Szene brüstet sich gern mit verschiedensten Eigenschaften - und eine davon ist sicherlich Toleranz. Zeit, dies mal unter die Lupe zu nehmen.

Fakt ist, dass die Szene auch durchaus für soziale/gesellschaftliche Außenseiter interessant ist, weil sie diese in der Regel bereitwillig aufnimmt. Menschen, die auf Grund verschiedenster Eigenschaften nicht so recht in die "normale" Gesellschaft passen, fühlen sich häufig in der Szene akzeptiert und angekommen. Nicht zuletzt wohl wegen des berühmten sogenannten Szenenzusammenhalts. Aber ist das wirklich so?

Ich denke hier wird ein Wunschbild heraufbeschworen, welches so nicht wirklich vohanden ist. Innerhalb der Schwarzen Szene tummeln sich, genau wie in der normalen Gesellschaft, verschiedenste Menschen, mit unterschiedlichen Einstellungen, Interessen, politischen Ansichten, musikalischen Vorlieben und und und... Eben deswegen kann es gar keine ernshafte Toleranz und auch keinen wirklichen Zusammenhalt zwischen den Szenegängern geben. Welcher linksorientierte Mensch hat schon allzu größte Lust, sich ernsthaft mit einem Swastika-bepinnten Rechtsgruft zusammen zu setzten oder gar über einen Kamm scheren zu lassen, nur, weil bei der Wahl der Farbe der Kleidung Konsens herrscht? Viel mehr Gemeinsamkeiten bestehen zwischen diesen beiden (ich gebe ja zu: extremen) Fällen nämlich nicht.

Aber wie kommt es nun zu der Annahme, dass die Szene so tolerant ist? Der Unterschied zu anderen Szenen oder auch zur normalen Gesellschaft besteht wohl darin, dass wir Grufties meist nicht auf Konfrontation aus sind. Selbst der ewige "Nörgelgrufti" ( jeder kennt einen ;) ) scheut zwar nicht die Diskussion, meidet jedoch meist die ernsthafte Auseinandersetzung. Es herrscht wohl eher eine "Leben und Leben lassen"- Einstellung vor, welche oftmals als Toleranz interpretiert wird, jedoch vermutlich eher aus einer gewissen Resignation heraus entstanden ist. Eine Resignation, die die konsumorientierte Spaßgesellschaft (oder auch hirnverbrannte Vollpfosten) anprangert, jedoch keine wirkliche Änderung dieser bewirken will, denn dies erscheint sowieso aussichtslos. Also nimmt man es so hin.

Meiner Erfahrung nach gibt es natürlich eine gewisse Toleranz innerhalb der Szene. Viele Anhänger sind offener gegenüber anderen Szenegängern, als sie es gegenüber "Normalos" sind. Und dies ist schlicht eine menschliche Reaktion. Gehe ich beispielsweise zu einer politischen Veranstaltung, trete ich den Menschen, die dieselbe politische Orientierung haben wie ich, offener gegenüber. Gehe ich in Baggys, Oversized Shirt und Cap auf ein Hip Hop - Event, kann ich auch davon ausgehen, dass die anderen Teilnehmer mir offener gegenüber treten, als wenn ich in Grufti-Klamotten daher komme. Oder mal ein plumperes Beispiel: mache ich Urlaub auf Malle, freue ich mich, wenn ich andere deutsche Touristen im Hotel entdecke, und trete ihnen höchtwahrscheinlich offener gegenüber, als anderen Mitinsassen - äh, Hotelgästen (ok... dieses Beispiel hinkt alleine deshalb, weil man mich wohl niemals im Urlaub in Malle treffen würde und ich Misanthrop sowieso so schnell niemanden sehr offen gegenüber trete... aber hier geht es auch mehr ums Prinzip). Gleich und gleich gesellt sich nunmal wirklich gern.


Aber: genauso habe ich schon Menschen szeneintern kennen gelernt, die extrem abweisend waren (szeneextern natürlich sowieso - "ihhh-gruftie-bla"), deren Verhalten keinerlei Interesse an näherem Kontakt ausdrückte, gar unfreundlich pöbelhaft war. Und dies nicht aus einer extremen Introvertiertheit heraus, nein. Einfach, weil die Menschen kacke waren. Und eben das ist der Punkt: die Schwarze Szene besteht nicht nur aus einer Sorte Menschen. Sie ist, auch wenn sie es nicht gern sieht und hört, eben eine "normale" Gesellschaft, bestehend in ihrem eigenen Mikrokosmos. Und genau, wie die "normale" Gesellschaft außerhalb der Szene, ist sie ebenfalls ein Sammelsurium verschiedenster Charaktere.

Es wäre allerdings möglich, dass es ein wenig mehr Toleranz innerhalb der Szene gibt. Zum einen natürlich, aus oben beschriebener Resignation heraus. Aber zum anderen vielleicht auch, weil viele Anhänger selbst Toleranz einfordern. Beispielsweise gegenüber ihrer Vorliebe für Morbides (was in der "Normalo"-Gesellschaft quasi nicht vorhanden ist), für eher unkonventionelle Hobbys (Fetish-Party im Latex-Outfit besuchen), oder natürlich für ihren extravaganten Kleidungsstil (sei es nur, die Kleidung schwarz zu halten). Aber eine prinzipiell tolerante Szene gibt es so nicht.
Ebenso wenig gibt es einen wirklichen Szenezusammenhalt. Wie auch? Die Szene ist mittlerweile  Auffangbecken verschiedenster subkultureller Strömungen. Der Zusammenhalt der Schwarzen Szene ist der, den jede andere Szene, jede andere Subkultur eben auch hat. Nicht mehr und nicht weniger. Ich persönlich habe noch keine wirklichen Freunde nur auf Grund einer "Szeneangehörigkeit" gefunden. Oder anders formuliert: ich suche mir meine Freunde nicht auf Grund einer Szeneangehörigkeit aus. Denn das wäre äußerst intolerant.

Also mal ein kleines Fazit: Toleranz in der Szene gibt es selbstverständlich, ja. Aber ist die Szene intern toleranter, als andere Subkulturen? - Eher nein. Ist die Szene toleranter, als die "Normalo"-Gesellschaft? - Ein ganz bisschen vielleicht.

Im Übrigen halte ich mich selbst für äußerst tolerant. Szeneintern vor allem natürlich :D Aber wenn ich mich mal in verschiedenen Foren umschaue, wird mir häufig bestätigt, dass längst nicht jeder Szeneanhänger so tolerant denkt, wie ich. Hier zeigt sich ganz klar, dass nicht jeden Grufti allzu viel von der "Shit-Storm-vermeintlich-anonym-im-Internet-nörgeln-und-beleidigen"-Gesellschaft unterscheidet, zeigt er doch ganz ähnliche Verhaltensweisen.

Wie einige von euch sicherlich wissen, habe ich schon einmal einen Post zu einem ganz ähnlichen Thema verfasst. Wer also noch mehr zum Thema szeneinterne Toleranz lesen möchte, hier entlang.

Ich denke, dass war vorläufig wieder einmal genug Gedankensermon meinerseits. Seid ihr anderer Meinung? Habt ihr andere Erfahrungen gemacht? Oder auch dieselben? Gern in die Kommentare, meine Lieben.

Bis dahin: Cheerio and stay different!

Eure


Freitag, 2. September 2016

Womit mache ich meine Bilder? Meine Cam!

Hallo, meine lieben alternativen Menschen. 

Vorab ersteinmal für alle, die sich gewundert haben, dass mein letztes Lebenszeichen schon eine Woche her ist: mein Liebster und ich urlauben momentan ein wenig. Daher kann es schonmal sein, dass der Blog ein wenig unter meiner Urlaubs-Lethargie leidet. Aber so ist das nunmal, wenn man ein Leben außerhalb von Social Media lebt.

Und nun zum eigentlichen Thema: Für alle Technikinteressierten, die wissen möchten, mit was für einer Kamera ich einen großen Teil der Bilder für meinen Blog und mein Instagram-Profil mache, gibt es hier mal einen kleinen Post dazu. Tatsächlich interessiert es wohl den Einen oder Anderen unter euch :)




Also vorweg erstmal: Ich bin natürlich keine Fotografin. Alles, was ich aufnehme ist ausschließlich Hobby. Nicht, dass ich nicht gern fotografiere (und ich glaube, so schlecht bin ich darin auch nicht), aber Profi bin ich selbstverständlich nicht.

Wie ihr bei etwas genauerer Betrachtung des Fotos oben schon erkennen könnt, verwende ich eine Samsung Kamera: die NX300. 


NX300, Chip

Ist sie nicht süß? Ich finde dieses Retro-Design ja schon bestechend - verwundert euch jetzt vermutlich nicht nicht so. Versetzt mich jedes mal zurück in die analogen Zeiten, naja, zumindest gedanklich ;)
Dazu noch ein passendes Objektiv inklusive UV Filter besorgt, was ein wenig mehr kann, als die Grundausstattung mitliefert.
Da ich, wie bereits erwähnt, ja kein Profi bin, habe ich das gute Stück mal zu einem Fotografen mitgenommen. Der hat mir dann, nett, wie er ist, gleich mal ein paar Tipps und Tricks für den Umgang mit der Cam verraten. Für den privaten Gebrauch völlig ausreichend. Ich nehme die Bilder i.d.R. im RAW-Format auf und bearbeite sie anschließend in Lightroom.

So, und ich glaube, dass war auch schon genug Technik-Kram (sagte die gelehrnte Technische Zeichnerin - ja, sowas hab ich auch mal gemacht...fragte mich selbst, warum).

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende, meine Lieben. Genießt und nutzt das Wetter, die freie Zeit und euer Leben. Vielleicht kramt ihr ja auch eure DigiCam mal wieder heraus?

In diesem Sinne: Cheerio and stay different!

Eure



Freitag, 26. August 2016

Second-Hand- und Flohmarkfunde: Taschen: "Die Vierte"

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Heute gibt es die nächste Tasche in meiner Reihe der Second-Hand- und Flohmarkt-Taschen. Das Stück heute ist etwas anders: es ist braun! Wenn auch ziemlich dunkel... :D


Dieses schöne Tasche ist von The Tramp, und ich habe sie in einem großen und ziemlich bekannten Online-Auktionshaus gefunden. Tatsächlich würde ich sie definitiv eher die Richtung eines retro-alternativen Stiles, vielleicht passend kombiniert auch in einen Steampunk-Stil, stecken. Aber ich trage sie sehr häufig zu meinen normalen, zu 99% schwarzen Alltags-Outfits, wie man z.B. in diesem Outfit-Post sieht:


Ich finde, diese Tasche hat ihren ganz besonderen Charme. Die Messing-Beschläge, der lange Trageriemen und der Schnitt - ein Stück designed mit Liebe zum Detail:





Der Innenraum ist in verschiedene Fächer aufgeteilt und bietet mir eigentlich genug Platz. Ab und zu wünsche ich mir allerdings, dass ich noch eine Flasche Wasser hinein bekommen würde. Aber dann wäre sie einfach nicht mehr so, wie sie ist: klein, handlich, gleichzeitig alltagstauglich und elegant.
Aber wenn jemand von euch einen Tipp hat, wo man ähnliche Teile (gern auch in schwarz) etwas größer bekommt - her damit :)


Das war es nun mit dieser Second-Hand und Flohmarkt-Tasche. Vor Kurzem habe ich noch einen netten Fund gemacht, den ich euch nicht vorenthalten werde. Kommt bald.

Im Übrigen: Dinge aus Leder gebraucht zu kaufen, finde ich eine ganz gute Sache. Ich ernähre mich aus ethischen Gründen vegetarisch und habe mir auch die ein oder andere vegane Verhaltensweise angeeignet. Auf Leder verzichte ich nicht komplett, aber gebrauchte Lederwaren zu kaufen, erleichtert doch wenigstens ein bisschen mein Gewissen. Denn: Das Leder, aus denen die Taschen, Schuhe etc. hergestellt werden, sind in den meisten Fällen leider nicht einfach "nur" Neben- oder "Abfall"-produkte der Fleischindustrie. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich so ein wenig aus der kapitalistisch-konsum-orientierten Geschäftswelt ausklinke (was ich natürlich auch nicht immer tue - aber man tut zumindest, was man kann... und damit schon mehr als viele Andere). Da lasse ich mein Geld lieber irgendeiner Privatperson zukommen.
Aber gut, dies nur mal so am Rande. Wenn ich etwas bestimmtes aus Leder suche, schaue ich erstmal eine Zeit lang auf Auktionsplattformen, auf Flohmärkten, in Second-Hand-Läden oder bei Kleinanzeigen, ob ich eine gebrauchte Alternative finde. Oftmals haben gebrauchte Lederartikel auch einen viel ausgeprägteren Charme, eine schöne Patina, die Schuhe sind schon eingelaufen... und Geld spart man auch noch - hat eigentlich nur Vorteile ;)

In diesem Sinne: Cheerio and stay different!
Bis ganz bald.

Eure