Mittwoch, 22. Februar 2017

Sonntagsspaziergang: Besuch auf dem Alten Friedhof Darmstadt

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

An einem der vergangenen Wochenenden suchten mein Liebster und ich eine Möglichkeit, schnell mal ein bisschen ins Grüne zu kommen. Wer das Großstadtleben kennt, weiß, dass dies gar nicht so einfach ist. Zwar hat man hier und da mal einen Park, aber ich möchte ja auch nicht immer das Gleiche sehen. Etwas Abwechslung sollte schon drin sein.

Und so kam es, dass ich kurzerhand mein Büchlein über die Darmstädter Ehrengrabmäler herauskramte und wir uns - ganz in Grufti-Manier - auf den Weg zum Alten Friedhof machten, der quasi einen Katzensprung von uns entfernt ist.

Für alle, die es morbide finden, auf dem Friedhof spazieren zu gehen, damit aus irgendwelchen Gründen nicht klarkommen (aber im Parisurlaub den Montmartre oder die Katakomben besuchen geht klar - aber das ist ja Urlaub, da kennt einen ja niemand und außerdem hat man dann auch was zu erzählen, was btw. sowieso niemanden interessiert - ist das eigentlich so eine Art Ballermann- Phänomen? Im Urlaub tut man Dinge, die man so gern machen würde, sich im "normalen" Leben aber nicht traut? Der kalkulierte, erlaubte, gesellschaftlich tolerierte Ausnahmezustand? So wie Karneval? Aber ich schweife ab...) oder auch es zu klischeehaft finden: wegklicken. Oder: deal with it!

Alter Friedhof Darmstadt

Alter Friedhof Darmstadt

Allein die Tatsache, dass es wissenschaftliche Bücher zu Friedhöfen und Gräbern gibt, sollte da ein wenig zur Erweiterung des Horizonts beitragen. Friedhöfe sind nicht böse, wirklich nicht, versprochen. Jedenfalls nicht, solange die Zombieapokalypse noch nicht losgebrochen ist. Im Gegenteil: Sie sind ein Ort der Ruhe, den man oftmals mitten in großen Städten finden kann. Und sie sind ein Ort der Kunst: der sakralen Kunst, die häufig mit sehr viel Hingabe und mit eben so viel Gefühl entstanden ist, denn was ist ein stärkerer Eingriff in das Leben als der Tod und was löst beim Menschen mehr Gefühle aus? Ich weiß, in unserer heutigen Gesellschaft ist es wirklich nicht mehr en vogue, sich mit dem Tod zu befassen, sich mit Vergänglichkeit auseinander zu setzten. Aber der Schreiberling (die Schreiberline?) dieses Blogs ist ja ein Grufti - so come on ;)

Nun mal zur Sache: selbstverständlich haben wir für euch ein paar Bilder gemacht:

Alter Friedhof Darmstadt
Alter Friedhof Darmstadt

Die Stadt Darmstadt legt nach eigenen Angaben einen großen Wert auf eine lebendige Erinnerungskultur. Daher pflegt sie unter anderem mehr Ehrengrabmäler, als andere vergleichbare Städte dies tun. Einige hiervon kann man auf dem Alten Friedhof entdecken. Und Victor und ich hatten dies auch wirklich vor - aber wir haben uns viel zu sehr von allem drumherum ablenken lassen. Also waren wir beim "abklappern" der im Buch aufgeführten Gräber tatsächlich nur so halb dabei. Trotzdem haben wir einige Dinge einfangen können, die die Atmosphäre des Friedhofs in meinen Augen ganz gut wiedergeben.

Alter Friedhof Darmstadt

Alter Friedhof Darmstadt
Alter Friedhof Darmstadt

Der unter Denkmalschutz stehende Alte Friedhof hat für die Stadt Darmstadt eine besondere historische Bedeutung, nicht zuletzt auf Grund der erwähnten Ehrengrabmäler. Allerdings auch, weil er die verheerenden Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg, die ca. 80% der Stadt zerstörten, größtenteils gut überstanden hat. Er wurde 1828 errichtet und mehrmals erweitert. Davon zeugen auch heute noch Spuren: der Friedhof ist durchzogen von Mauerwerk, das ihn mehrfach unterteilt.

Alter Friedhof Darmstadt

Alter Friedhof Darmstadt

Alter Friedhof Darmstadt

Neben den reichlich verzierten Grabstätten selbst, sind Friedhöfe wie ich finde auch ein idealer Ort, um dem Charme des Verfalls zu erliegen: oft findet man alte Gebäude, moosüberzogen, der Putz bröckelt von den Wänden, verzierte rostige Stahltore...

Grabmahl, Alter Friedhof Darmstadt

Trauernde, Alter Friedhof Darmstadt
 
Putte, Alter Friedhof Darmstadt

Alter Friedhof Darmstadt

So, das war es nun mit dem kleinen bebilderten Eindruck und der Geschichtsstunde. Wenn es im Sommer ein wenig wärmer ist, werde ich den ca. 13ha. großen Friedhof noch einmal genauer erkunden, mit der Kamera, natürlich.

Ach ja, zum Abschluss: hab nen neuen Buddy gefunden. Hat ganz brav für meine Kamera posiert. Mag auch Friedhöfe:



Bis dahin: cheerio and stay different!


Eure

Dienstag, 14. Februar 2017

Lebenszeichen...

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Fast ein Monat ist nun vergangen, seit meinem letzten Lebenszeichen. Aber ja doch, ich bin noch hier. 
Der vergangene Monat hat mich zeitlich ziemlich in Beschlag genommen. Wer selbst einmal die Uni besuchen durfte und seine Zeit tatsächlich auch mit dem Inhalt des Studiums und nicht ausschließlich mit Kneipentouren und Netflix-binge-whatching verbracht hat, weiß, wie anstrengend vor allem der Januar, kurz vor Beginn der vorlesungsfreien Zeit (ich weigere mich hartnäckig, hier das Wort "Ferien" zu benutzen, denn diese Zeit ist alles andere als das) ist. So laufe ich durch die Uni, von Seminar zu Vorlesung, von Referat zu Essay, von Sprechstunde zu Bib-Ausleihe, von Filmsichtung zu Scheinstempel und denke mir dabei nur allzu oft: "What the f*** am I doing here?" Bis mir dann wieder einfällt: "Ach ja, das M.A. hinter dem Namen." Ich bin ja so akademisch... soon... maybe... hope so.

Nun ja. Ich habe es ja so gewollt. Aber: gestern hat nun offiziell die vorlesungsfreie Zeit begonnen, in der ich bestimmt ein wenig mehr Energie und Zeit habe, mal alles aufzuarbeiten, was nebenbei so liegen geblieben ist, wozu auch der ein oder andere halbfertige Blogeintrag gehört. Da wäre die Konzert-Review vom She Past Away Konzert, oder der Friedhofsbesuch des vergangenen Wochenendes...

So, my lovelies, see you soon.

Da fällt mir ein: Muss ich jetzt eigentlich abschließend noch ein paar Worte über den Valentinstag verlieren? So alá: heute müssen wir den Menschen danken, die wir gern in unserem Leben haben und ihnen Blumen schenken, die unter den bescheidensten Bedingungen gezüchtet und nach Deutschland verschifft worden sind, oder irgendwo in ein überteuertes Restaurant gehen, um Kanguru-Fleisch zu essen, Geld für Unsinn aus dem Fenster zu werfen und dem Kapitalismus weiter Nahrung zu bieten? Oder: ich danke euch für das Lesen meines Blogs, ich habe euch alle ja so lieb, auch wenn ich vermutlich 90% der Menschen, die über diesen Blog stolpern nicht kenne? Ich glaube nicht... (ich glaube, ich habe das mit dem bloggen nicht so ganz verstanden... but so what? I am what I am).

Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure 



Dienstag, 17. Januar 2017

She Past Away - Samstag, 21.01.2017 - halle02 - Heidelberg

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Am kommenden Samstag ist es mal wieder soweit: Konzert, yay! In der Heidelberger halle02 werden wir She Past Away bewundern.

Veranstaltungsflyer

Ernsthaft: ich freue mich schon ziemlich. Bisher habe ich es leider immer verpasst, die türkischen Gothic-Rocker live anzuschauen - daher wird es jetzt wirklich mal Zeit - spielen sie doch quasi nebenan.

Für alle, die die Formation nicht kennen sollten, gibt es hier einen kleinen musikalischen Einblick:

She Past Away - Kasvetli Kutlama:


She Past Away - Asimilasyon:


She Past Away - Sanri:


Geht es nur mir so, oder erinnert die ganze Stimmfarbe, Betonung und Aussprache von Volkan Caner etwas an Andrew Eldritch (#feier)?
Alle Videos sind vom offiziellen YouTube-Kanal der Band, wer mehr möchte: schaut dort mal vorbei. Und wer nun nach mehr Informationen lechzt, etwas zum vermeintlichen Exoten-Bonus der Band wissen möchte oder was She Past Away mit Dior zu tun hat, erfährt ein wenig mehr im Wikipedia-Eintrag.

Nach dem Konzert gibt es als kleines Schmankerl eine dunkle Party: die Schwarze Nacht/Schwarzes Heidelberg - Party feiert ihr 21-jähriges Jubiläum - und wie gelänge dies besser, als mit der Unterstützung besagter Goth-Rocker und einem schwarz-gemischten, vom Konzert in feierliche Extase versetzten, gut aufgewärmten Publikum.

Für mich wird es die Premiere in dieser Lokation sein, denn, wie die meisten von euch wissen, bin ich noch nicht allzu lange im Rhein-Main-Gebiet anzutreffen. Daher hat sich schlichtweg die Gelegenheit bisher noch nicht ergeben. Hier geht es zum offiziellen Veranstaltungslink der Lokation, unter welchem ihr auch Karten bestellen könnt.

Also: bis Samstag oder spätestens bis zur Konzert-Review ;)

Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure








Sonntag, 8. Januar 2017

Second-Hand- und Flohmarktfunde: feminine Vintage-Boots

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Der erste Post im neuen Jahr, yay! Ich habe Silvester überlebt. Krank. Auf dem Sofa. Mit Dinner for One. Und Raclette. Spießiger gehts kaum :D Also: frohes Neues und so.

Beginnen werde ich das neue Jahr mit einem weiteren Flohmark/Second-Hand-Fund: ich möchte euch diese wunderhübschen Vintage-Schnür-Boots nicht länger vorenthalten:



Lange, sehr lange habe ich jetzt schon nach einem Paar Schnürschuhen/Stiefeln gesucht, die nicht zu derbe sind. Denn - ordentliche Springer und Docs hin und her - manchmal soll es einfach nicht so auffällig und vielleicht auch mal etwas femininer sein. Abgesehen davon, kann man sich so natürlich auch ganz gut differenzieren. Szeneintern wie extern, sind Docs doch mittlerweile wieder der Fashion-Trend der jungen Mainstream-Ladys da draußen in der Welt (ich sag nur 90ies-Revival und New-Goth-Welle).
Demenstsprechend habe ich mich ziemlich gefreut, als ich nach der langen Suche endlich diese hübschen Stücke der Marke "Granatelli Donna" online gefunden habe. Aus schlichtem Glattleder gefertigt, schmal geschnitten, feminin und original vintage. Und: der Absatz hat eine passende Höhe für den Alltag, gerade so hoch, den Schuhen einen femininen Look zu geben, aber nicht zu hoch, um nach 2 Stunden Tragen an Fußschmerzen zu verzweifeln.



Ich finde sie sehr schick. Und absolut passend, sowohl zu retro/vintage-inspirierten, als auch mehr gothy-gestylten-Outfits - nicht zuletzt auf Grund der Schnürung. Ich trage sie jetzt bei der Kälte eigentlich jeden Tag und zu allem - der Vorteil von schlicht schwarz eben.

So, meine Lieben. das war es auch schon. Ich hoffe, ich konnte euch wie immer ein wenig inspirieren und bis zum nächsten Post.

Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure 

Samstag, 31. Dezember 2016

2016: der letzte Post - für dieses Jahr

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Der letzte Post in diesem Jahr, schon ist 2016 wieder vorbei. Und 2017 kommt, ganz bestimmt. Dieses Jahr war für mich voller verschiedenster Ereignisse, die mir selbst erst so richtig bewusst werden, wenn ich darüber mal genauer nachdenke: ich habe meinen Uni-Abschluss gemacht und ein neues Studium angefangen, begonnen mit euch zu kommunizieren und meine Seele im Internet zu "verkaufen" ;) , eine kleine Freiberuflichkeit gestartet, viele kleine und große Erfahrungen gemacht, wichtige und unwichtige Entscheidungen getroffen. Wunderbare und weniger wunderbare Menschen sind in meine Leben getreten, andere sind gegangen, so ist es nunmal, so wird es immer sein.

Nun steht 2017 vor der Tür und ich bin sehr gespannt, was das Leben so für mich bereit hält. Wie ihr sicherlich bemerkt habt, war ich diesen Monat hier bisher nicht so aktiv, wie ich es normalerweise bin und gern sein würde (und das wird wohl auch so bleiben). Dies liegt natürlich zunächst an meinem Studium, aber auch daran, dass ich seit ungefähr zwei Wochen an einem neuen Projekt arbeite, welches ich hoffentlich 2017 realisieren können werde. Whatever - ich werde es euch wissen lassen, wenn es soweit ist. 
Vorsätze fürs neue Jahr? Ja, habe ich tatsächlich, wobei ich eigentlich eher weniger dazu neige. Der eine ist natürlich, mein Projekt zu verwirklichen, welches noch in der Planung steckt, der andere - Standard, vor allem nach den Weihnachtsfeiertagen - mehr Sport, bzw. überhaupt Sport treiben :D. Und der letzte, auf jeden (!) Fall wieder zum WGT nach Leipzig zu fahren, welches ich in diesem Jahr leider ausfallen lassen musste - aus Gründen. Aber das nur mal so am Rande.

Kommt gut ins neue Jahr, meine Lieben, wie auch immer ihr euren Abend gestaltet - gemütlich mit etwas Rotwein auf dem Sofa, mit Freunden, Lieblingsmenschen, der Familie an einem netten Ort oder in der Szenedisco die Nacht durchtanzend! Victor und ich werden wohl eingemummelt bis unter die Nasenspitze mit Tee und Wärmflasche auf meinem Sofa zu finden sein - Bronchitis sei Dank.

In diesem Sinne: cheerio and stay different!
Bis zum nächsten Jahr!

Eure



 



Samstag, 24. Dezember 2016

Garden of Delight und Merciful Nuns: deutscher Gothic Rock der Extraklasse

Meine lieben alternativen Menschen!
 
Trotz vorweihnachtlichen Stresses haben wir es noch geschafft, für euch etwas vorzubereiten. Victor hat wieder einmal tief in der Gohic-Rock-Kiste gegraben, und heraus kamen - passend zum Weihnachtsfest - Merciful Nuns (und Garden of Delight). Wir wünschen euch viel Spaß mit dieser Alternative zum üblichen Weihnachtsgedudel!

 
Hallo und Willkommen! Es ist wieder einmal Zeit für etwas Musik. Heute will ich nicht nur eine, sondern gleich zwei Bands vorstellen, die die Geschichte der Schwarzen Szene in Deutschland entscheidend mit geprägt haben und weiterhin prägen: Garden of Delight (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Celtic-Folk-Band!) und Merciful Nuns. Dass es zwei Bands sind, hat den einfachen Grund, dass beide Bands im Kern aus denselben Mitgliedern bestehen und letztere mehr oder weniger direkt nach der Auflösung ersterer als Nachfolgeprojekt aus der Taufe gehoben wurde. Doch der Reihe nach. 

Von Garden of Delight ...

Garden of Delight wurde 1990 von Artaud Seth (der mit dem Whispers in the Shadow-Frontmann Ashley Dayour zusammen auch das Projekt Near Earth Orbit betreibt) und Pisacane gegründet, mit dem Ziel, in sieben Jahren sieben Alben mit jeweils sieben Songs aufzunehmen. Die Häufung der Sieben verdankt sich dem Umstand, dass die Band sich konzeptionell ausschließlich mit Mythologie und Okkultismus beschäftigte, in deren Umfeld die Zahl eine wichtige Rolle spielt. Musikalisch wurde reiner Gothic Rock gespielt.


Pisacane verließ die Band schon 1991 wieder, nachdem das erste Album erschienen war. Neben dem Iren Thomas O'Connell stieß 1992 ein gewisser Adrian Hates, heute besser bekannt als der Gründer, Sänger und Kopf der Band Diary of Dreams, als Bassist zur Band, so dass mit nun komplettiertem Lineup auch das erste Konzert stattfinden konnte. 

Die Band stieg bis Mitte der 90er zu einem der erfolgreichsten Acts der deutschen Szene mit (bis heute) über 150.000 verkauften Tonträgern auf. Das Erfolgsrezept war neben dem Konzept und dem eingängigen Gothic Rock sicher auch Artaud Seths markante Stimme, die der Band eine hohen Wiedererkennungswert verschaffte. 


Trotz des Erfolgs wurde die Band jedoch 1997 wie geplant nach sieben Alben aufgelöst, die Mitglieder wandten sich vorerst anderen Projekten zu.

... über Garden of Delight feat. Lutherion ...

Im Jahr 2000 fanden sich einige der Band-Mitglieder wieder zusammen, nachdem Artaud Seths neue Songs besser zu Garden of Delight als zu seinem zwischenzeitlich gegründeten Projekt Chaos God passten. In der Folge entstanden die Alben Dawn und Radiant Sons welche ebenfalls sehr erfolgreich wurden.


Der Sound der Band wurde um elektronische Elemente und härteren Gitarreneinsatz erweitert, so kam nun unter Anderem auch eine Drummachine zum Einsatz. Etwa um 2002 herum stieß Seths heutige Ehefrau Jawa Seth nach einigen Lineup-Wechseln als Bassistin zur Band. 2003 wurden gleich zwei Alben, nämlich Apocyphal I: The Faithful und Apocyphal II: The Fallen, veröffentlicht, welche sich, wie der Name schon andeutet, mit den Apokryphen befassen, also den Schriften und Büchern der christlichen Religion und Mythologie, die offiziell nicht zum Bibel-Kanon gehören. Auf diesen Alben zeigt sich auch eine der großen Stärken der Band: Songs zu schreiben, die trotz ruhigerer Stimmung treibend und rockig sind. So gehören diese Alben auch unter Anderem deshalb zu meinen absoluten Lieblingsalben.


Bis 2007 wurden noch vier weitere Alben, nun jedoch unter dem Namen Garden of Delight featuring Lutherion, aufgenommen, dann wurde die Band (wieder einmal) für offiziell aufgelöst erklärt. Insgesamt hat die Band bis zu diesem Zeitpunkt 15 Studioalben plus einige EPs, Live-Alben usw. aufgenommen, und dürfte damit wohl eine der produktivsten Bands in der Szene und darüber hinaus gewesen sein. 


Unter dem Namen Lutherion erschien jedoch abschließend Ende 2009 noch das Album Kosmogenesis, welches aber anders als die Vorgänger ausschließlich deutsche Texte enthält.

... zu Merciful Nuns 

2010 wurde dann von der letzten Besetzung Garden of Delights, nämlich Artaud Seth, Jawa Seth und Gitarrist Jón, die neue Band Merciful Nuns aus der Taufe gehoben, die nun einen zwar immer noch durch den Drumcomputer aber ansonsten etwas weniger elektronisch gefärbten, modernen Gothic Rock spielen. Auch in dieser Inkarnation hat es die Band mittlerweile schon wieder auf acht (!) Alben gebracht und tourt erfolgreich durch die Welt. Und ein Ende ist nicht in Sicht...


Für mich gehören die Bands und Nebenprojekte um Artaud Seth definitiv mit zum Besten, das wie deutsche (bzw. deutschsprachige) Schwarze Szene hervorgebracht hat, und ich kann jedem, der Gothic Rock mag, nur ans Herz legen, sich einmal quer durch den umfangreichen Katalog der Bands zu hören.

Montag, 12. Dezember 2016

Konzert-Review: 20 Years Whispers in the Shadow, mit Frank the Baptist & Aeon Sable

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Nun ist das Jubiläums-Konzert von Whispers in the Shadow schon ein paar Wochen her: es wird also Zeit für ein kleines Konzert-Review und ein wenig Bildmaterial.
 
Flyer

Den Einstieg in den Abend bereiteten dem leider ein wenig spärlich bestückten Publikum die deutschen Goth-Rocker Aeon Sable. Vor diesem Abend hatte ich noch nicht viel von ihnen gehört. Klar, die Szene ist nun nicht so groß, dementsprechend bin ich auch schon häufiger über den Namen gestolpert oder habe den ein oder anderen Song nebenbei aufgeschnappt, allerdings hatte mein Zeitkontingent bis dahin noch nicht gereicht, um mich ausführlicher mit ihnen zu befassen. Aber nach diesem Abend werde ich dies definitv tun! Selten findet man Musiker, die mit solch einer Leidenschaft ihre Songs auf der Bühne präsentieren. Die, nebenbei gesagt, auch noch wirklich gut sind!

Aeon Sable, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Aeon Sable, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Aeon Sable, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016

Die komplette Show kann übrigens auch auf YouTube auf dem offiziellen Kanal der Formation bewundert werden. Reinschauen lohnt sich! Wer möchte:



Danach gaben sich Frank the Baptist die Ehre. Und auch die amerikanischen (und mittlerweile auch deutschen) Post-Punk/Death-Rocker (ist nicht so leicht in eine Schublade zu stecken, was sie so treiben) um Frontmann Frank Vollmann konnten mich definitv überzeugen. Hier galt für mich bisher nämlich das Gleiche, wie auch bei Aeon Sable: die Formation hatte meine Wahrnehmung bis dato eher gestreift. Aber hey, ist doch wunderbar, wenn man auf Kontzerten neue Musik für sich entdecken kann. Wer reinhören möchte: hier gehts zum YouTube-Channel der Band.

Frank the Baptist, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Frank the Baptist, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016


Und nun zum eigentlichen Headliner des Abends - schließlich war es ihr Jubiläum: Whispers in the Shadow. Victor hat euch vor einiger Zeit im Zuge der Musik der Woche Whispers in the Shadow näher gebracht, nun gibt es von mir etwas zum Konzert. Und was soll man sagen? Es war ihr 20. Jubiläum. Dementsprechend konnte man auch eine Bühnenshow "alter Hasen" bewundern. Aus jedem bisher veröffentlichtem Album spielten Whispers 2 Songs, eine Reise durch die gesamte Bandgeschichte - daher dauerte die Show auch ein wenig länger, zur Freude des Publikums - und meiner Freude, selbstverständlich!

Whispers in the Shadow, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Whispers in the Shadow, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Whispers in the Shadow, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Whispers in the Shadow, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Whispers in the Shadow, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016
Whispers in the Shadow, live @ Frankfurt "Das Bett", 19.11.2016

Nach den Auftritten der Bands gab es noch eine kleine Aftershow - Party, die "Desperate Society Party", mit DJ Evangel. Nach ungefähr 4 Stunden Konzert blieben hier allerdings nicht mehr so viele Gäste, ich selbst habe nur - naja, ich würde mal sagen eine Stunde durchgehalten. Man mag es kaum glauben, aber mitfiebern bei grandioser Live-Musik ist doch ziemlich anstrengend. Auch wenn der Geist "Party-willig" war, das Fleisch war es leider nicht. Die Gebrechen des Alters :D
Und so sank ich wenig später, glückselig, diese grandiosen Musiker live erlebt zu haben, in die Federn.

Und hiermit endet nun auch meine kleine bebilderte Review. Ein paar Filmaufnahmen haben Victor und ich auch gemacht. Vielleicht gibt es also bald ein bisschen Bewegtbild.


In diesem Sinne: cheerio and stay different!
Bis ganz bald!

Eure


Dienstag, 6. Dezember 2016

Second-Hand- und Flohmarktfunde: die kleine Schwarze

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Es gibt mal wieder einen Second-Hand/Flohmarkt-Fund von mir: Heute diese kleine schwarze The Tramp Tasche:



Wie ihr vermutlich wisst, habe ich euch vor ein paar Wochen eine braune Variation dieser Marke vorgestellt. Damals hatte ich ja schon erwähnt, dass ich etwas Ähnliches noch in Schwarz suche. Und voilà: hier ist sie!



Ein bisschen Geduld und fleißiges Suchen in Second-Hand-Läden, Flohmärkten oder auch Online in diversen Börsen zählt sich eben doch manchmal aus. 
 
Durch den schlichten Schnitt, die schwarze Farbe und das klassische glatte Leder kann man dieses Stück zu quasi Allem kombinieren und so ziemlich jeden Anlass tragen. Besonders gut gefallen mir die schultaschenähnlichen seitlichen Raffungen, die durch die Unterteilung in Fächer entstehen.




Wann die Tasche genau produziert wurde, kann ich euch gar nicht sagen. Aber sie muss definitiv schon ein paar Jahre hinter sich haben. Nach ein wenig Recherche habe ich festgestellt, dass es The Tramp als Marke schon gar nicht mehr gibt. Außerdem erkennt man am Zustand des Leders den "Zahn der Zeit", was ein Vintage-Stück wie dieses ganz besonders macht. Auch die Messing-Beschläge tragen zum gesamten Vintage-Stil bei.




Den ersten Konzertbesuch hat das gute Stück schon mitgemacht und gut überstanden ;) Kombiniert habe ich sie zu diesem Outfit.

So, das war es auch schon wieder von mir. Ich hoffe, ich konnte euch - wie immer - ein wenig inspirieren und unterhalten.

In diesem Sinne: cheerio and stay different!
Eure