Freitag, 25. November 2016

Zauberhaftes Vintagegoth-Outfit des letzten Konzertbesuches

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Es ist mal wieder Zeit für Mädchenkram: einen neuen Outfit-Post! Diese Kombination habe ich zum letzten Konzertbesuch, der 20 Years Wispers in the Shadow Tour, getragen:




Basis des Outfits ist ein schwarzes Klied im Pettycoat-Stil (Hearts and Roses) aus einem satin-artigen Stoff, welches in Macken gebunden wird. Dazu habe ich eine wunderbare Corsage kombiniert, welche ich euch schon in diesem Second-Hand-und-Flohmarktfunde-Post vorgestellt habe. Durch ihre satin-artige Raffung und die Bändchen im Dekolleté-Bereich passt sie perfekt zur Struktur des Kleides. Wer einen genaueren Blick auf dieses Stück werfen möchte, sollte noch einmal bei dem Flohmarkt-Post vorbei schauen.



Ergänzt habe ich das Ganze wieder durch meine üblichen Basics: einen schichten schwarzen Bolero, es ist ja nun schließlich November, blickdichte schwarze Strümpfe und schwarze Pumps. Eine kleine Besonderheit ist der Fascinator, welchen ich ab und an mal ausgrabe, wenn mir danach ist, meist zu besonderen Anlässen, wie Festivals oder Konzerten.


Dieses Outfit kann man problemlos zu jedem Goth-Event tragen, aber es hat auch einen Pin-Up/Vintage/Retro-Einfluss - oder, wie ich es immer nenne: ein Vintagegoth-Outfit.


Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig unterhalten und inspirieren!

In diesem Sinne: cheerio and stay different!

Eure




Dienstag, 22. November 2016

Die Musik der Woche - Heute: Whispers in the Shadow

Dieser Tage begehen die Whispers in the Shadow, eine Band aus Österreich, die in der Schwarzen Szene über die Jahre viele Spuren hinterlassen hat, ihr 20jähriges Bestehen. Darum haben sie am vergangenen Samstag in Frankfurt im "Bett" eine Jubiläumsshow gespielt, die Mina und ich selbstverständlich besucht haben (Review folgt). Das habe ich auch gleich mal zum Anlaß genommen, euch die Band hier vorzustellen, auch um die bisher etwas Horrorpunk-lastige Reihe ein wenig mit traditionellerer "schwarzer" Musik aufzulockern.

Die Band wurde 1996 von Ashley Dayour gemeinsam mit Sebastian 'Zebo' Adam und Richard Lederer gegründet, nachdem er mit letzterem bereits bei Sanguis Et Cinis gespielt hatte und nun etwas Eigenes machen wollte. Der The Cure-Fan Dayour war Zebo bereits Jahre vorher an einer Bushaltestelle in Niederösterreich aufgefallen, ohne dass sich jedoch zu der Zeit ein näherer Kontakt ergab (diese Begebenheit wird übrigen in dieser Doku erwähnt). Später fand man aber doch zusammen und gründete eine Band, die anfangs sehr an den frühen The Cure orientierten Post Punk und Dark Wave spielte und 1997 den Erstling "Laudanum" veröffentlichte:


Nach einem zweiten Werk und einigen Umbesetzungen (Ashley Dayour blieb das einzige Mitglied, das seit Anfang dabei ist) kehrte die Band in den Jahren 2000 und 2001 mit neuer Besetzung und zwei mehr vom Progressive Rock inspirierten Gothic Rock-Alben zurück und spielten mehrfach unter Anderem auch auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig: 


Danach wurde es einige Jahre recht still um die Band, bis man sich 2007 entschloß eine Live-Album zum 10-Jährigen Bestehen heraus zu bringen. Im Jahr darauf wurde eine neuer Plattenvertrag geschlossen, der es der Band erlaubte, in den nächsten Jahren vier konzeptionell zusammenhängende, sich mit Alchemie und Okkultismus beschäftigende, Alben zu veröffentlichen.


Dazu kamen wieder Auftritte auf den großen Szenefestivals, wie der auf dem WGT 2013 im nächsten Video (bei dem ich übrigens im Publikum stand):


Ashley Dayour spielt daneben noch in weiteren Bands. Unter Anderem sind das the Devil and the Universe und zusammen mit Artaud Seth (Kopf von Garden Of Delight bzw. Merciful Nuns, zu denen ich euch bei Gelegenheit auch etwas schreiben werde) bei Near Earth Orbit, beides Projekte, die ich euch ebenfalls sehr ans Herz legen kann.

Dienstag, 15. November 2016

Konzert-Review: Hell Nights 2016 - Bloodsucking Zombies from Outer Space, The Other & Al B. Damned

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Nun sind seit meinem Besuch der Hell Nights Tour 2016 schon ein paar Tage vergangen. Daher wird es dringend Zeit für eine kleine Review des Ganzen, natürlich mit reichlich Bildmaterial für euch!

Am 30.10.2016 spielten im Zuge der Hell Nights drei sehr unterhaltsame Bands im "Bett" in Frankfurt. Und für einen kleinen Preis bekam man super Pre-Halloween-Unterhaltung geboten: Bloodsucking Zombies from Outer Space, The Other und Al B. Damned gaben sich die Ehre. BZFOS und The Other habe ich euch auch schon in meiner Reihe der Musik der Woche vorgestellt.

Zuerst mal ein kleiner Zusammenschnitt des Abends und ein neues YouTube-Video von mir:


Opener waren die Jungs von Al B. Damned, die extra über den großen Teich gereist sind, um fünf Shows in Deutschland zu spielen. Bis dato kannte ich die Band nicht, aber wie man in dem Video sehen kann, mangelte es ihnen nicht and Humor und showmaking, rocken sie doch zu The Other ziemlich gut im Publikum mit, praktischerweise direkt neben mir. Auch ihre Show war ganz nett, amerikanischer Metal, natürlich gespickt mit trashigen Horror-Elementen - ein kleiner Bonus an diesem Abend, zusätzlich zu den anderen auftretenden Bands.

Al B. Damned

Al B. Damned

Al B. Damned

Weiter ging es dann mit Horrorpunk von The Other: jene Formation um den unglaublich symphatischen Frontmann Rod Usher (alias Thorsten Wilms) und DIE Genre-Band Europas. Und wer hat anderes erwartet: die Show war spitzenklasse, Rod versprühte seinen Charme und ließ sich den ein oder anderen Witz nicht nehmen, das Publikum war äußerst zufrieden. 

The Other

The Other

The Other

The Other

The Other

The Other

The Other

The Other

Zuletzt traten dann die BZFOS auf - mit einer Show, wie sie wohl keine andere Band macht: Oldschool-Horror-Klischees treffen auf Stimmungsmache vom Feinsten, blutige Horrorclown-Masken auf herzhaft lachende Bandmitglieder. Wer die Jungs noch nicht live gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen - gute Laune garantiert!

BZFOS

BZFOS

BZFOS

BZFOS

BZFOS
Wie ihr sicherlich heraushört, fand ich den Abend grandios, sehr unterhaltend, amüsant und auch mal etwas anders als das typische Goth-Konzert, denn das Publikum war äußerst verschieden: vom Metalhead, über den typischen Psychobilly, den pogenden Punk bis zum Deathrocker - alles war vertreten - ein dickes LIKE hierfür!

Das war es nun zur Hell Nights Tour. Und wer bis hierhin gelesen hat und nicht nur Video und Bildchen geschaut hat: ich hoffe, ich konnte euch - wie immer - ein wenig unterhalten und anregen, wozu auch immer.

In diesem Sinne: cheerio and stay different!



Eure 


Donnerstag, 10. November 2016

Die Musik der Woche - Heute: Zombie Ghost Train

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Ich dachte mir, wir bleiben einfach mal im Psychobilly/Gothabilly/Horrorpunk-Genre, weil es gerade so gut passt. Und weil die Formation einfach großartig ist, möchte ich sie euch auch nicht vorenthalten: 

Die Musik der Woche: Zombie Ghost Train

Zombie Ghost Train

Die 2002 gegründete australische Formation ist leider schon wieder Geschichte, 2009 wurde die offizielle Auflösung bekannt gegeben. Dies ist sehr schade - waren sie doch die erste Band, mit der ich in diesem Genre in Kontakt gekommen bin und die meine Leidenschaft weckten. 
Aber gut: über Musik sollte man zwar auch reden, aber viel wichtiger ist doch sowieso das Hören. Und außerdem: Psychobilly/Gothabilly halt, was soll man da sagen? Die typische Klischees werden auch hier bedient: das Spiel mit Tabuthemen, vor allem dem Horrormotiv, auf eine nicht wirklich erst zu nehmende Art und Weise. Also: lehnt euch zurück und genießt den kleinen musikalischen Einblick, den ich für euch zusammen gestellt habe!

Beginnen werde ich mit einem ihrer wohl bekanntestens Songs - und einem meiner Favourites:

Zombie Ghost Train - R.I.P. (Glad Rags & Body Bags, 2005)



Und weiter geht es:

Zombie Ghost Train - Step into my Coffin (Dealing the Death Card, 2007)



Und nun noch ein kleiner Live-Eindruck, mit einem ihrer frühen Songs. Die Qualität ist leider nicht die beste, aber hey - live:
Zombie Ghost Train - Devil Child (Monster Formal Wear, 2003)



Für alle die mehr wollen, hier mal der englische Wikipediaeintrag zu den Jungs, recht informativ.

So. Das war es meinerseits für heute. Und das war es nun auch vorerst zu diesem Genre. Vielleicht konnte ich ja auch eine neue Leidenschaft in euch wecken ;)
Nächste Woche - so viel sei schonmal verraten - geht es mit einer Band aus dem klassischen Gothic Rock weiter!

Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure 



Samstag, 5. November 2016

Die Musik der Woche - Heute: Bloodsucking Zombies from Outer Space

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Zeit für eine neue Folge der Musik der Woche. Heute heißen wir die Bloodsucking Zombies from Outer Space herzlich Willkommen!

Wie ihr ja wisst, war ich vergangenen Sonntag auf der Hell Nights Tour, wo auch die Zombies zu sehen waren. Und genau die möchte ich euch heute etwas näher bringen:

Die Musik der Woche - Heute: Bloodsucking Zombies from Outer Space

Die Bloodsucking Zombies sind eine Wiener Formation, die sich 2002 gegründet hat. Ihre Stilrichtung kann man dem Horrorpunk, bzw. dem Psychobilly zuordnen, nur naheligend, dass die Jungs ihr Treiben selbst als "Horrorbilly" bezeichnen. Demnach kann man sich denken, dass ihre Musik mit dem Klischee gängiger Horrormotive spielt und diese humoristisch, manchmal auf Deutsch mit mehr oder weniger starkem wienerischem Akzent, meist jedoch auf Englisch, in Szene setzt - und zwar in B-Horror-Movie-Manier. Auch rocken die Jungs ziemlich gut, wie ich finde.
Hier gibt es nun auch schon den ersten Einblick:

Bloodsucking Zombies from Outer Space - Vienna Calling (Mörder Blues 2, 2015)



Und auch hier gibt es natürlich weitere musikalische Einblicke. Der nächste Song: Eine Live-Interpretation:

Bloodsucking Zombies from Outer Space - Teenage Universal Creature (Anatomy of the Dead, 2013)



Und noch was ganz anderes, allerdings ein Klassiker der Zombies: 

Bloodsucking Zombies from Outer Space - Mörder Blues (Mörder Blues, 2011)



So, dass war der kleine musikalische Einblick. Für alle, die mehr wollen: Ich habe euch wie immer die Homepage der Band verlinkt. Und wer mehr Hörproben möchte: der offizielle YouTube-Kanal gibt einiges her.

In diesem Sinne: cheerio and stay different!
Bis ganz bald.

Eure


Freitag, 4. November 2016

Horrorpunk-Konzert-Outfit: ootd, Style und Make Up des vergangenen Konzertbesuches

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Diejenigen von euch, die meinen Blog regelmäßig verfolgen, wissen, dass ich vergangenen Sonntag die Hell Nights Tour besucht habe. Daher gibt es heute mal ein Konzert-ootd von mir.



Wie ihr zweifelsfrei erkennen könnt, ist das Outfit - wie immer - überwiegend schwarz gehalten. Also beginnen wir doch einfach mal mit dem Stück, welches wohl am meisten heraussticht: der Bluse.


Dieses wunderbare Stück befindet sich schon länger in meinem Besitz, wird allerdings von mir eher zu bestimmten Anlässen aus dem Schrank gezogen. Und was bietet sich bei diesem Motiv mehr an, als ein Horrorpunk-Konzert an Halloween? 



Besonders gut gefällt mir auch der schon recht ausladende Kragen der Bluse, der farblich abgesetzt ist. Kombiniert habe ich sie einfach mit einem schlichten schwarzen Swing-Skirt (Collectif), was dem Ganzen gleich einen Retro-Touch gibt. Bluse in den Rock gesteckt - und somit die Taille betont.

Über die Bluse habe ich einen schlichten schwarzen Bolero gezogen, da sie eigentlich nur kurze Ärmel hat. Und so verlockend das auch ist, in der warmen Konzerthalle - draußen ist Herbst. Ein Jäckchen schadet daher nie.


Schlichte schwarze Strümpfe und meine klassichen Retro-Pumps runden alles ab. Eigentlich ein wenig aufwändiges Outfit, aber mit einer tollen Wirkung, wie ich finde.


Aber zu so einem Abend gehört natürlich noch mehr als nur die Kleidung. Mit den Accessoires habe ich mich eher zurück gehalten: Ein schlichte schwarze Perlenkette (einer meiner Flohmarktfunde), wie ihr sie auf den Bildern sehen könnt, dazu rote Rosenohrringe (die man leider nicht so gut sieht) passend zur Bluse. 

Make Up und Haarstyling fallen schon etwas mehr auf. Dunkel betonte Augen, hier habe ich eine Mischung aus der Retro-Variante mit Wing und betonter Lidfalte und Gothy angehauchtem Style gewählt, rote Lippen, passend zu den Ohrringen und der Bluse. Die Haare zur klassischen Tolle gestylt, Pferdeschwanz - fertig. 


Ich hoffe wie immer, ich konnte euch ein wenig inspirieren und unterhalten und verabschiede mich für heute.



Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure



Donnerstag, 27. Oktober 2016

Musik der Woche: The Other - Deutscher Horrorpunk vom Feinsten!



Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Wie bereits angekündigt geht es heute aus aktuellem Anlass in meiner Musik der Woche um Horrorpunk. Und zwar eigentlich um DIE deutsche Horrorpunk-Band: The Other.

Pedantische Szene-Prinzipienreiter werden nun feststellen, dass es sich hierbei nicht unbedingt um ein der Szene zugeschriebenes Genre handelt. Aber ganz ehrlich: Ist mir wurscht. Denn in dieser Reihe geht es um meine persönlichen musikalischen Vorlieben und das, was mich in meinem "Alternativ-Sein" geprägt hat, noch heute beeinflusst und was es für mich ausmacht. 
Außerdem: The Other greifen in ihrer Musik durchaus szene-relevante Motive auf: Horror, Liebe und Tod, Gewalt und Vergänglichkeit, eine gewisse Feinsinnigkeit und Intellektualität, die sich schon allein in der Namenswahl ausdrückt ("The Other" ist eine Begrifflichkeit aus der Psychologie bzw. den Literaturwissenschaften und bedeutet soviel wie "Das Fremde" oder "Das Unbekannte" - Hallo? Bezug zu Gothic-Novels und so) und kombinieren diese Thematiken gern mit ein wenig Trash und Klischee, auch keine untypischen Eigenschaften der Goth-Szene. Im Übrigen sind The Other in der Deathrock-Szene auch auf Grund ihrer Ästhetik nicht ganz unbeliebt.

Hell Nights Tour, Werbeplakat

Warum aus aktellem Anlass? Ganz einfach: Am Sonntag besuche ich die Hell Nights Tour, wo die Jungs auftreten werden. Wer meinem Blog schon ein wenig länger verfolgt, weiß sicher noch, dass ich die Band schon einmal thematisiert habe, im Zuge meiner WGT-Inspirations-Outfit-Reihe. Hier habe ich euch mein Outfit zum WGT-Horropunkt-Abend gezeigt und gleich mal Bezug auf die dort vertretenen Bands genommen.

Nun ja. Aber nun zum eigentlichen Thema:

Die Musik der Woche - Heute: The Other

2002 gründete sich die Formation in NRW (meiner Heimat) und tourten nach dem Erscheinen ihres Debütalbum schon mit Größen wie The 69 Eyes (zu denen ich ganz sicherlich im Rahmen dieser Reihe etwas sagen werde), später auch mit Kultbands wie The Damned, Blitzkid oder - für alle Mainstreamler unter euch - Bela B. und Alice Cooper.
Für diejenigen unter euch, die mehr über die Bandgeschichte oder eine Diskographie wollen, habe ich euch oben die offizielle Homepage verlinkt. 

Jetzt gibt es ein paar musikalische Einblicke - beginnen möchte ich mit einem ganz offiziellen Video aus dem Jahr 2015 und somit ziemlich aktuell:

The Other - Dreaming of the Devil (Fear Itself, 2015)



Auf dem offiziellen YouTube- Kanal der Band gibt es übrigens auch ein Behind The Scenes zum Dreh dieses Videos.

Weiter geht es mit einem Live-Mitschnitt vom Mera Luna 2008, schon ein wenig länger her. Hier performen die Jungs einen meiner absoluten Lieblings-Songs:

 The Other - In the Dead of Night (We are who we eat, 2006)


Und zu guter Letzt habe ich ein - wie ich finde - besonderes Schmankerl herausgesucht, weil es einfach anders ist (und wie wir ja alle wissen, kann ich mich an Andersartigkeit immer ganz besonders erfreuen): 

The Other - Hyde Inside Unplugged (They're alive, 2004)



Das waren nun meine unter schwerster Entscheidungsunfreudigkeit ausgesuchten Videos, um euch diese Formation ein wenig näher zu bringen. Vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen dazu bringen mal über den Tellerrand hinaus zu blicken?

Und genau über dieses Thema, nämlich Nischen- und Schubladendenken innerhalb der Schwarzen Szene, wird unter anderem in dieser Planetopia-Doku geredet, welche im Rahmen des WGT 2011 auch The Other begleitet hat (mehrere Teile - ich habe euch den verlinkt, wo es mit The Other und Horrorpunk los geht).

Zum Abschluss möchte ich euch berichten, wie ich überhaupt dazu kam, mich auf Horrorpunk einzulassen: mit zunehmendem Interesse an der Vintage- und Retro-Subkultur nahm natürlich auch mein Interesse an den musikalischen Einflüssen ihrer verschiedenen Ausprägungen zu.  Zu Beginn meiner Retro-Reise begeisterte ich mich besonders für die 50er Jahre (- natürlich auch heute noch). So stieß ich auch auf den Rockabilly-Livestyle, welcher die 50er Jahre in einer modernen Interpretation zelebriert. Dieser Lifestyle ist meiner "Grufti-Seele" jedoch ein wenig zu bunt, zu poppig gewesen. Aber - hey - hierfür gab es eine einfache Lösung: Gothabilly, Horrorbilly, Horrorpunk und Co. Und als ich nun diese düsteren musikalischen Varianten kennen lernte, war es ziemlich bald um mich geschehen.

Das war es für heute, meine Lieben. Ich hoffe, ich konnte euch wie immer ein wenig unterhalten und inspirieren. In der nächsten Woche plane ich euch eine weitere Band dieser Stilrichtung, bzw. einer verwandten Richtung, näher vorzustellen, die ebenfalls auf der Hell Nights Tour vertreten sein wird: Bloodsucking Zombies from Outer Space.


Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure







Sonntag, 23. Oktober 2016

Second-Hand- und Flohmarktfunde: Die Arzttasche

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Nach längerer Pause gibt es heute einen weiteren Teil meiner Second-Hand- und Flohmarktfunde. Ich gebe zu, ich haben den Vintage-Lifestyle auf meinem Blog in letzter Zeit ein wenig vernachlässigen müssen, daher wurde es dringend mal wieder Zeit. Also: Bitteschön! 

Auf einem ziemlich großen Trödelmarkt habe ich dieses wunderhübsche Stück im Stil einer alten Arzttasche gefunden: 


Wie "vintage" diese (natürlich) schwarze Tasche tatsächlich ist, kann ich euch nicht sagen. Sie hat schon ein paar Jährchen hinter sich, das kann man zweifelsohne erkennen, allerdings denke ich, dass man sie eher als "retro" bezeichnen sollte.
Der allgemeine Schnitt, die femininen Seitentaschen, welche eher zur Zierde gedacht sind, und die Metallhänkel versprühen einen ganz besonderen Charme und erinnern an vergangene Zeiten, als Dinge noch mit besonderen individuellen Details produziert wurden. Für Ästheten wie mich immer wieder schön zu betrachten.



Die Größe der Tasche ist optimal, wenn man mal mehr mitnehmen muss, als nur den Geldbeutel. Problemlos passt auch noch eine Wasserflasche oder etwas zum Schreiben hinein. Geschlossen wird sie mit einem Reißverschluss, wie ich finde immer eine gute Eigenschaft einer Tasche, gibt es einem doch irgendwie das Gefühl, dass die Dinge in ihr gut aufgehoben sind.
 

So, dass war es vorerst zu diesem wunderbaren Stück. Sicherlich werde ich euch bald auch das ein oder andere Outfit präsentieren können, zu dem ich diese Tasche kombiniere. Für die Uni ist sie schon mein liebster Begleiter. 



Ich hoffe, dass ich euch ein wenig unterhalten konnte und, dass mein nächster "Vintage"-Post diesmal nicht ganz so lange auf sich warten lässt. Falls doch, seht es mir bitte nach: Semesterstart und so ;)


In diesem Sinne: cheerio and stay different!
Bis bald.

Eure 

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Die Musik der Woche - Heute: And One

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Nachdem ich euch in der letzten Woche mitgeteilt habe, wie ich auf Project Pitchfork aufmerksam geworden bin (das And One-Cover von "Timekiller"), werde ich mich nun der entsprechenden Formation widmen.

Heute: And One

And One lassen sich wohl hauptsächlich im Synthie-Pop-Bereich verorten. Die Formation um Frontmann Steve Naghavi gründete sich ebenfalls wie Project Pitchfork im Jahre 1989.
Ich bin auf And One aufmerksam geworden, als ich um die 20 war und die ersten Schritte in die Grufti-Disko wagte. Dort wurden vermehrt allseits bekannte Clubhits wie "Techno Man" oder auch "Panzermensch" gespielt (wie auch heute noch) - egal, ich fands super und begeisterte mich auch ziemlich schnell für Songs jenseits der totgespielten "Hits".

Interessant finde ich ja bei And One die immer wieder auftauchenden Diskussionen bezüglich einer gewissen politischen Orientierung der Gruppe. Selbstverständlich ist eine gewisse Affinität zu militärischen Kontexten der Songtitel und auch Songtexte nicht von der Hand zu weisen, rechte Tendenzen sollte man dem gebürtigen Iraner Naghavi und seinen Jungs aber doch wohl eher nicht unterstellen. Und für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: das Eine oder Andere sollte man bei And One unbedingt mit einem Augenzwinkern sehen. Und überhaupt: Bitte mal über den Tellerrand schauen! Als wäre das Spiel mit Tabuthemen nicht szeneintern sowieso Standard...

Aber genug dazu. Nun gibt es musikalische Einblicke - zunächst einer meiner absoluten Favourites. Wie ich finde, ein absolut perfekter Spiegel für unsere konsumorientierte, voneinander entfremdete und oberflächliche Gesellschaft:

And One - Traumfrau (Bodypop, 2006)



Und hier einen der erwähnten Disko-Klassiker und gleichzeitig ein bisschen was Älteres, wenn auch als neuere Live-Interpretation:

And One - Techno Man (Flop!, 1992)



Und zum Abschluss etwas Neueres und sehr Intensives zum Nachdenken, wie ich finde:

And One - Unter meiner Uniform (Magnet, 2014)



So. Das war nur ein kleiner musikalischer Einblick. Wer mehr will: YouTube bietet euch gefühlte drölfzigtrillionen weitere Songs. Und hier geht es zur offiziellen Homepage.
2010 durfte ich die Formation auch mal live bewundern, auf dem Amphi-Festival. Es hat sich gelohnt, und Frontmann Steve ist auch stets für das ein oder andere Späßchen zu haben. Also, wenn euch die Musik zusagt und ihr ein wenig Humor habt, geht mal zu einem Konzert, es lohnt auf jeden Fall.

Beim Erstellen dieses Posts ist mir übrigens aufgefallen, dass ich dringend meine CD-Sammlung bezüglich And One aufstocken muss. Oder vielleicht besser mit Vinyl? Mal schauen ;)


In der nächsten Woche gehen wir vorläufig weg von den elektronischen Klängen der Szene und widmen uns aus gegebenem Anlass dem Horrorpunk.

Bis dahin: cheerio and stay different!

Eure


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Eine neue Reihe auf meinem Blog: die Musik (oder auch der Clip) der Woche - Heute: Project Pitchfork

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Ich habe mich entschlossen mal eine neue Reihe anzufangen: die Musik(-Clips) der Woche. Da es sich hier ja um einen durch Subkultur geprägten Blog handelt und für diese Subkultur Musik definitiv ein sehr großes Thema ist, gibt es ab nun wöchentlich (hoffentlich :D) einen mal größeren, man kleineren (je nachdem, was mein Zeitkontingent so her gibt) Einblick in prägende musikalische Klänge - sei es für Schwarze Szene oder für mich persönlich.

Naheliegend nach meinem letzten Blogeintrag ist es wohl, diese neue Reihe mit Project Pitchfork zu beginnen. Also:

Heute: Project Pitchfork

Die Band gründete sich offiziell 1990 in Hamburg und sind seither eine ziemlich große Nummer (auch und vor allem) in der Schwarzen Szene. Die Jungs bezeichnen sich heute selbst als "Electro Band", wobei ihre Musik allgemein am ehesten den Dark-Electro- und Wave-Genres zugeordnet wird. Wie ihr sicherlich wisst, ist es bei vielen in der Szene relevanten Acts oft schwierig, sie in eine Schublade zu pressen - falls nicht, werdet ihr es in den nächsten Blogposts zu dieser Reihe feststellen. Aber das ist auch gut so - ich plädiere sowieso zur Abschaffung von Schubladendenken, Stereotypie und verstaubter Engstirnigkeit.
Auf der offiziellen Homepage der Band findet ihr eine interessante Biografie, in welcher übrigens auch steht, dass Project Pitchfork als erste "deutsch-deutsche" Band überhaupt gesehen werden kann, da die beiden Gründungsmitglieder Peter Spilles und Dirk Scheuber ursprünglich aus den alten und neuen Bundesländern kommen.
Bekannt ist die Formation unter anderem für ihre durchdachten und gesellschaftskritischen Texte, also nichts, wo man mal eben drüber hört (das ist ja glücklicherweise bei vielen szenerelevanten Vertretern so). "Der Bandname Pitchfork (wortwörtlich „Heugabel; Mistgabel“) symbolisiert das „Aufwühlen (der Gedanken der Menschen)“ und steht für die sozialkritische Seite der Band" (Quelle: Wikipedia).

Wie ich auf Project Pitchfork aufmerksam geworden bin? Darf ich eigentlich gar nicht laut sagen. Aber ich schreibe es ja auch nur auf und entlasse es auf ewig in die unendlichen Weiten des WWW, wo es jeder Mensch lesen kann, der ansatzweise meine Sprache versteht ... Also: ich bin durch das "Timekiller"-Cover von And One auf sie aufmerksam geworden. Vermutlich habe ich auch schon vorher 100 mal in der Disko was von ihnen gehört, hatte sie aber trotzdem nicht so richtig auf dem Schrim. Wahrscheinlich auch, weil es relativ lange gedauert hab, bis ich mein Grufti-Herz auch für elektronische Sachen, fernab des Goth-Rock geöffnet hab - wobei Pitchfork natürlich auch gut rocken können, naja. Jedenfalls habe ich dann habe ich angefangen, einige der neueren Sachen von Pitchfork zu hören. Vor ein paar Jahren bin ich dann durch Zufall an ein paar CDs gekommen - und spätestens da war es dann um mich geschehen.

Und nun möchte ich euch natürlich auch das Original nicht vorenthalten:

Project Pitchfork - Timekiller (Abum: Daimonion, 2001)



Das Stück ist von 2001 - also der ungefähren Bandgeschichte-Halbzeit. Daher gibt es nun hier noch einen Abstecher in die frühen Jahre: ein Stück, dass man im Übrigen auch in mehr oder weniger regelmäßig in Szeneclubs zu hören bekommt:

Project Pitchfork - Souls (Album: Entities, 1992)



Und nun noch etwas aus Brandneues:

Project Pitchfork - Titânes (Album: Look up, I'm down there, VÖ am 28.10.2016)



So, meine Lieben. Das war es nun vorerst zu Project Pitchfork. Für alle, die mehr wollen, habe ich zahlreiche Verlinkungen zur offiziellen Homepage und Wikipedia gesetzt.

Der erste Teil meiner neuen Reihe hat euch gefallen und ihr könnt den nächsten kaum erwarten? Na dann ...

... bis dahin: cheerio and stay different!

Eure



Mittwoch, 5. Oktober 2016

Project Pitchfork live in concert: ein wunderbarer Abend.

Hallo, meine lieben alternativen Menschen!

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Project-Pitchfork-Konzert - yay!


Nicht nur, dass ich mich darauf freuen konnte, dieses grandiose Urgestein der Schwarzen Szene endlich einmal live erleben zu dürfen, auch konnte ich in diesem Zusammenhang eine gute Freundin von mir wieder sehen, die dafür gefühlte 100 Stunden Deutsche-Bahn-Bespaßung ertragen hat: Ms K.!

Ms K. und ich - unglaublich schlechtes Handy-Bildchen ;)

Demnach hatte ich an diesem Abend zwei wunderbare Menschen um mich herum: Ms K. und meinen Liebsten, Victor. Also? Was sollte schon schief gehen...

Ms K. und Victor

Was soll ich euch über das Konzert berichten? Es war ein Konzert. Es war ein Konzert einer meiner Favourites. Es war grandios.

Project Pitchfork
 
Pitchfork spielten gleich zwei Abende hintereinander im Bett in Frankfurt (ich spare mir an dieser Stelle einfach mal jedes Wortspiel). Die Location ist eher klein und gemütlich, sodass ich im ersten Moment ein wenig Angst hatte, dass es sehr eng werden würde, wenn das Konzert erst einmal los geht - als kleiner Mensch ist es nicht schön, bei Konzerten in Menschenmassen halb zu ersticken. Schließlich war der Samstag vollkommen ausverkauft (natürlich). Aber die Veranstalter haben da ja schon Erfahrung, es war also ok.

Zwei "Vorbands" hatten die Jungs im Gepäck: Extize und Reaper. Zu Extize kann ich euch nicht viel sagen. Da ich mit Aggrotech/ Cyberhardcore-Gedöns nicht viel anfangen kann, habe ich mal den Saal verlassen. Reaper war ganz interessant, obwohl Electro-Industrial. Aber halt allgemein nicht so mein Metier.

Pitchfork gaben an diesem Abend 22 ihrer Songs zum Besten, spielten zwei Zugaben und machten mich somit um die 2 Stunden glücklich. Frontmann Peter Spilles ist einfach unglaublich sympathisch und ließ sich auch nicht um ein kleines Wortspiel bezüglich der Location bringen ("Ganz schön heiß hier bei euch im Bett"). Wer sie noch nicht live erlebt hat, sollte das dringend einmal nachholen. Technisch gesehen gab es keinerlei Patzer - Profis halt - schließlich war dies ihre 25 Jahre Jubiläums Tour. Wen die Setliste des Abends interessiert, hier entlang.

Project Pitchfork
Project Pitchfork

Ich habe das Konzert zum Anlass genommen, mein erstes YouTube Video zu "produzieren" und euch somit noch einen viel lebendigeren Eindruck des Ganzen zu vermitteln.
Für alle, die es interessiert: ich plane nicht in Zukunft YouTube-Starlett zu werden. Ich filme einfach nur gern. Und manchmal verarbeite ich das Gefilmte.

Viel Spaß damit ... und seid gnädig mit mir ... mein erstes YT-Video ;)


Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck des Abend vermitteln und euch vielleicht inspirieren, auch mal wieder ein Konzert zu besuchen. Vielleicht auch mal (wieder) ein Pitchfork Konzert? Ein paar Termine der Jubiläums Tour stehen in den nächsten Wochen noch an ...

In diesem Sinne: cheerio and stay different!

















 
Eure